Die Nominale (auch Nennwert genannt) ist der Betrag, den dir der Herausgeber der Anleihe bei Laufzeitende grundsätzlich zurückzahlen muss. Sie bildet die Grundlage für die Berechnung der Zinsen und die spätere Rückzahlung. Die jährlichen Zinszahlungen (Kupons) werden in der Regel als Prozentsatz der Nominale berechnet.
Beträgt die Nominale beispielsweise 1.000 Euro und der Kupon 4 %, erhält der Anleger 40 Euro Zinsen pro Jahr – unabhängig davon, zu welchem Kurs die Anleihe an der Börse gekauft wurde.
Für dich als Anleger:in ist die Nominale besonders wichtig, weil sie bestimmt:
- wie hoch deine jährlichen Zinszahlungen sind,
- welchen Betrag du bei Fälligkeit zurückbekommst
- und wie sich die Rendite deiner Anleihe berechnet.
Davon zu unterscheiden ist der Börsenkurs der Anleihe - dieser kann je nach Marktzins, Bonität des Emittenten sowie Angebot und Nachfrage über oder unter 100 % der Nominale liegen.
Eine Anleihe mit 1.000 Euro Nominale und einem Börsenkurs von 98 % kostet beispielsweise 980 Euro, wird bei Fälligkeit jedoch grundsätzlich zu 1.000 Euro zurückgezahlt, sofern der Emittent seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Nominale ist somit die zentrale Rechengröße jeder Anleihe und der wesentliche Unterschied zum Nennwert einer Aktie, der für die Bewertung einer Aktie meist nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Kurz gesagt: Die Nominale ist eine der wichtigsten Kennzahlen einer Anleihe. Sie bestimmt die Höhe deiner Zinsen und den Betrag, den du bei Laufzeitende zurückerhältst. Deshalb solltest du sie bei der Auswahl einer Anleihe immer im Blick haben.