🔍 Die Konzepte im Überblick
| Umgang mit Erträgen | Dividenden/Zinsen werden direkt auf dein Verrechnungskonto ausgezahlt. | Erträge werden vom Fondsmanagement direkt wieder im Fonds angelegt. |
| Auswirkung | Wiederkehrende Ausschüttungen sorgen für frei verfügbare Liquidität. | Automatisierte Wiederveranlagung der Erträge innerhalb des Fonds, wodurch sich langfristig ein Zinseszinseffekt ergeben kann. |
🛠️ Der Mechanismus:
Was passiert mit deinem Geld?
Bei der Wahl zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds entscheidest du primär darüber, was mit den Erträgen – also den Dividenden oder Zinsen der im Fonds enthaltenen Wertpapiere – geschieht.
⏳ Der Zinseszins-Turbo:
Automatische vs. manuelle Wiederanlage
Um den Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds zu verstehen, ist ein Blick auf die Wirkung der Gewinnverwendung entscheidend. Der Zinseszinseffekt besagt, dass reinvestierte Gewinne in den folgenden Perioden selbst wieder Erträge erwirtschaften können.
Stellen wir uns zwei Szenarien bei einer identischen Veranlagungsdauer von 30 Jahren, einem monatlichen Sparbetrag von 200 Euro und einer angenommenen jährlichen Rendite von 5 % vor:
Szenario „Thesaurierung“ (Voll-Wiederveranlagung):
Hier werden alle Erträge innerhalb des Fonds automatisch reinvestiert. Nach 30 Jahren könnte das Endkapital bei ca. 163.000 Euro liegen.
Szenario „Ausschüttung“ (ohne Wiederanlage):
Die Erträge werden jährlich auf dein Konto ausgezahlt und dort beispielsweise für den Konsum genutzt. Das im Fonds arbeitende Kapital bleibt dadurch geringer. Nach 30 Jahren stünde der reine Depotwert bei ca. 72.000 Euro – zusätzlich zu den über die Jahre bereits ausgezahlten Beträgen.
Hinweis: Die Zahlen sind vereinfacht und dienen nur der Illustration. Sie berücksichtigen keine Steuern oder Gebühren, die sich auf die Bruttorendite auswirken.