ETF Erklärung: Eine Einführung für Einsteiger:innen

ETFs (Exchange Traded Funds) haben die Anlagewelt revolutioniert und machen professionelles Investieren für jede:n zugänglich. Aber was genau sind ETFs und warum sind ETF-Sparpläne so beliebt unter Einsteiger:innen?

Was steckt hinter dem Begriff ETF?

Wer ETFs verstehen möchte, sollte wissen: Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds und gehört zur Familie der Wertpapiere. Im Gegensatz zu herkömmlichen Investmentfonds wird ein ETF wie eine Aktie direkt an der Börse gehandelt. Der große Vorteil: ETFs bilden automatisch einen bestimmten Index nach – etwa den DAX, den S&P 500 oder breitere Weltindizes, wie den MSCI World.

ETF Erklärung - darum sind sie so beliebt

  • Mit einem einzigen Kauf investierst du bei einem ETF automatisch in viele verschiedene Unternehmen gleichzeitig. Ein DAX-ETF enthält beispielsweise Anteile aller 40 Unternehmen, die im deutschen Leitindex vertreten sind.
  • Bei herkömmlichen aktiv gemanagten Fonds versuchen Fondsmanager:innen durch eine genaue Auswahl einzelner Aktien eine bessere Rendite als der Markt zu erzielen. 
  • ETFs hingegen folgen passiv einem Index und sparen dadurch erhebliche Kosten. Dadurch wachsen sie aber auch dementsprechend langsamer. 
  • Die Erfahrung zeigt: Über längere Zeiträume schlagen nur wenige aktive Fondsmanager:innen konstant den Markt. ETFs bieten daher ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis für langfristige Anleger:innen.

Warum sind ETFs bei Einsteiger:innen besonders beliebt?

ETFs bieten Einsteiger:innen eine einfachen Zugang zur Teilhabe an der Börsenentwicklung und sind aufgrund folgender Merkmale so beliebt:

  • Breite Streuung: Statt auf einzelne Aktien zu setzen, verteilt sich das Risiko auf viele verschiedene Unternehmen.

  • Niedrige Kosten: Die jährlichen Verwaltungsgebühren von ETFs liegen oft unter 0,5%, während aktiv gemanagte Fonds häufig über 1,5% kosten.

  • Einfacher Zugang: ETFs können über jede Direktbank oder Online-Broker gekauft werden, oft schon mit kleinen Beträgen.

  • Transparenz: Die Zusammensetzung eines ETFs ist immer klar ersichtlich.

Wie investiert man in ETFs?

Der Einstieg ins Investieren mit ETFs ist einfacher, als viele denken:
Zunächst benötigst du ein Wertpapierdepot, das du bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen kannst. Anschließend wählst du den passenden ETF aus und entscheidest, ob du einmalig investieren oder lieber einen ETF-Sparplan einrichten möchtest.

Worauf sollte man bei der ETF-Auswahl achten?

  • Abgebildeter Index: Zum Einstieg eignen sich breit gestreute Welt-ETFs (z. B. MSCI World), die Aktien vieler internationaler Unternehmen enthalten.

  • Kosten: Achte auf die laufenden Kosten (TER = Total Expense Ratio). Die Gesamtkostenquote sollte für einen höheren Gewinn möglichst niedrig sein.

  • Währung & Replikationsmethode: Informiere dich, auf welche Weise der ETF den Index nachbildet (physisch oder synthetisch). Bei einer physischen Replikation werden die Index Aktien tatsächlich gekauft, während eine synthetische Replikation die Indexentwicklung nachbildet, ohne die zugrunde liegenden Aktien direkt zu halten.

  • Fondsvolumen: Ein größeres Fondsvolumen wird bei ETFs oft als Zeichen für Stabilität und Anlegervertrauen gewertet, da es auf eine breite Streuung und hohe Liquidität hinweist.

  • Ausschüttung: Thesaurierende ETFs legen erhaltene Dividenden automatisch wieder im Fonds an, während ausschüttende ETFs die Dividenden in regelmäßigen Abständen an die Anleger:innen auszahlen.

Chancen


  • Günstige Konditionen
  • Passiv gemanagte Investmentfonds haben geringere Produktkosten und sorgen damit für geringere Belastung der Performance.
  • Der Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt1) bewirkt bei sinkenden Kursen, dass mehr Anteile für dieselbe Sparrate erworben werden – sofern die Kurse wieder steigen, kann dies die Performance verbessern.
  • Sparraten flexibel anpassen oder pausieren, je nach aktueller Finanzsituation.
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Risiken


  • ETFs können deutlichen Kursschwanken unterliegen.
  • Höhere Chancen auf Gewinn bedeuten auch höhere Verlustrisiken.
  • Wenn Wertpapiere als Bestandteil von ETFs in fremden Währungen notieren, können Wechselkursverluste entstehen.
  • Bei kurzfristigen Anlagezielen besteht ein Risiko für den Durchschnittskosteneffekt, da ETF-Sparpläne eher für mittel- bis langfristige Anlagestrategien (ab drei Jahre) geeignet sind.
  • Bitte beachte jedoch, dass bei stark steigenden Kursen und/oder geringen Kursschwankungen die Performance durch den Cost Average Effekt niedriger ausfallen kann, als bei einer Einmalveranlagung.
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Einmalanlage oder Sparplan?

Ein ETF-Sparplan bietet viele Vorteile: Mit kleinen, regelmäßigen Beträgen nutzt du den sogenannten Cost-Average-Effekt. Dadurch kaufst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger, was langfristig Kursschwankungen ausgleicht und das Risiko reduziert, zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu investieren. Allerdings kann es bei dauerhaft steigenden Kursen von Vorteil sein, einmalig zu investieren.

Man kann bereits mit niedrigen Beträgen mit dem ETF-Sparen beginnen, ohne gleich große Summen investieren zu müssen. So bleibt man finanziell flexibel und kann trotzdem langfristig investieren.  Mit der Zeit ist es möglich, dass man sich so kontinuierlich Vermögen aufbaut.

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Risikohinweis: Veranlagungen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.

*Aktionszeitraum von 01.11.2025 – 30.09.2026. Gültig für Depot-Neukunden (ausgenommen juristische Personen), die in den letzten 6 Monaten kein Depot bei der easybank geführt haben.

1Produktpartner übernehmen einen Teil der entgangenen easybank Orderspesen für ETF-Sparpläne.

2Für die angesparte Position entfällt die Mindestdepotgebühr, auch für das gesamte Depot, wenn keine anderen Positionen enthalten sind.

ETFs strategisch nutzen

Gastbeitrag von iShares 

ETFs sind längst mehr als ein Trend – sie sind ein fester Bestandteil moderner Geldanlage. Die Auswahl reicht von klassischen Indexfonds, zu innovativen Lösungen wie ESG- , Themen- und auch aktive ETFs. Diese ermöglichen es Anleger:innen, gezielt auf Faktoren oder Themen zu setzen – und das bei hoher Transparenz und niedrigen Kosten. 

Eine bewährte Strategie ist der Core-Satellite-Ansatz: Ein breit gestreuter ETF bildet das stabile Fundament, ergänzt durch spezialisierte Themen-ETFs. Regelmäßiges Rebalancing hilft, das Portfolio im Gleichgewicht zu halten.

iShares Logo.

Tipps für Einsteiger:innen

Für den Start eignen sich besonders breit diversifizierte Welt-ETFs wie beispielsweise ein MSCI World oder FTSE All-World ETF. Diese bilden die Entwicklung hunderter oder teilweise tausender Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen ab. 

ETFs sind keine garantierte Geldanlage – auch hier gibt es Kursschwankungen. Allerdings zeigt die langfristige Entwicklung der großen Indizes nach oben. Besonders für langfristige Anlageziele wie die Altersvorsorge können ETFs daher eine sinnvolle Basis bilden.

Die easybank hat zahlreiche Starpartner bei denen Produkte kostengünstiger getraded werden können. 

Risikohinweis: Bitte beachte, dass Veranlagungen in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken bergen. Kurse können steigen und fallen. Die im Einzelfall vorhandenen Risiken und Einflussfaktoren hängen vom jeweiligen Finanzinstrument ab.

Gastbeitrag: Dieser Text entstand in Kooperation mit einem Produktpartner und dient der allgemeinen Wissensvermittlung. Er stellt keine Empfehlung oder Werbung für bestimmte Produkte dar, sondern spiegelt die Einschätzung des Produktpartners zum Thema wider.

ETFs einfach erklärt - alle FAQs auf einen Blick

Für Einsteiger:innen sind vor allem breit gestreute, weltweite ETFs empfehlenswert, da sie ein gutes Maß an Sicherheit mit solider Renditechance verbinden. Durch die breite Streuung wird das Risiko einzelner Kursverluste reduziert.

Vor jedem Investment sollte dennoch das Risiko-Ertragsprofil des Wertpapiers sorgfältig geprüft werden und dann entsprechend des persönlichen Anlageprofils ausgewählt werden.

  • Thesaurierende ETFs legen die ausgeschütteten Dividenden automatisch wieder im Fonds an, sodass sich dein investiertes Vermögen kontinuierlich vergrößert, ohne dass du selbst aktiv werden musst. 
  • Ausschüttende ETFs hingegen zahlen Dividenden regelmäßig an dich aus, meist quartalsweise oder jährlich. Ob sich ein thesaurierender oder ein ausschüttender ETF besser eignet, hängt vom jeweiligen Anlageziel und den persönlichen Präferenzen ab.

Einstieg in ETFs ist bereits mit geringen Beträgen möglich. Bei der easybank kannst du bereits ab 50 Euro monatlich in deinen ETF-Sparplan investieren.

ETFs gelten im Vergleich zu einzelnen Aktien als relativ sichere Anlageform, insbesondere wenn sie breit gestreut sind und viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern abbilden. Dennoch unterliegen sie wie alle börsengehandelten Produkte den Schwankungen des Marktes. Entscheidend für die Sicherheit ist vor allem ein langfristiger Anlagehorizont, der hilft, kurzfristige Kursschwankungen auszugleichen.

Die Rendite eines ETFs hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird beeinflusst durch:

  • Den zugrunde liegenden Index
  • Die allgemeine Marktentwicklung
  • Die Dauer der Geldanlage. 

Breit gestreute Welt-ETFs wie der MSCI World oder der FTSE All-World erzielten in der Vergangenheit eine durchschnittliche Jahresrendite von etwa 6 bis 8 Prozent vor Steuern. Diese Werte sind jedoch nicht garantiert, sondern basieren auf historischen Daten und können in Zukunft abweichen.

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