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Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet / Überwiegend positive Übersee-Vorgaben - BAWAG und Warimpex mit Zahlenvorlage

Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Montag mit knapp behaupteter Tendenz in den Handel starten. Eine Indikation auf den heimischen ATX zeigte rund 45 Minuten vor Sitzungsbeginn ein kleines Minus von 0,13 Prozent. Die europäischen Leitbörsen werden zu Wochenbeginn hingegen freundlich erwartet. Auch die Übersee-Vorgaben fielen überwiegend positiv aus.

Heute werden die Zinssenkungserwartungen bezüglich der Europäischen Zentralbank auf die Probe gestellt, kommentierten die Helaba-Experten. So stehen in Spanien und Deutschland die vorläufigen Verbraucherpreise des laufenden Monats zur Veröffentlichung an. Dazu entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwochabend über ihre weitere Geldpolitik.

Für Bewegung könnten auch aktuelle Unternehmenszahlen sorgen. Die BAWAG hat im ersten Quartal 2024 um ein Fünftel mehr Gewinn erzielt. Der Nettogewinn legte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 20 Prozent auf 166,9 Mio. Euro zu. Der Nettozinsertrag stieg um 8 Prozent auf 311,8 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 6 Prozent auf 81 Mio. Euro, wie die Großbank mitteilte.

Hohe Abschreibungen in Russland haben das Ergebnis des an den Börsen in Wien und Warschau notierten Immobilienentwicklers Warimpex 2023 tief in die Verlustzone gedrückt: Nach einem Nettogewinn von 42,9 Mio. Euro im Vorjahr steht unterm Strich nun ein Verlust von 23,8 Mio. Euro.

Am Freitag hatte der ATX um 0,40 Prozent schwächer bei 3.548,29 Punkten geschlossen. In Wien drehten am Nachmittag einige schwer gewichtete Papiere ins Minus ab und drückten schließlich auch den Leitindex ins Minus. Erste Group etwa notierten über weite Handelsstrecken im Plus, gingen aber letztlich um 1,1 Prozent schwächer aus der Sitzung. Auch Verbund (minus 1,6 Prozent) und Andritz (minus 2,2 Prozent) gaben deutlich nach.

Palfinger hat im ersten Quartal 2024 nach eigenen Angaben Rekordwerte beim operativen Ergebnis (EBIT) und beim Konzernergebnis erzielt. Die Aktien des Kranherstellers büßten die Verlaufsgewinne allerdings vollständig ein und schlossen um 2,5 Prozent tiefer.

Polytec hingegen drehten nach Verlaufsverlusten ins Plus und gewannen 0,6 Prozent. Der oberösterreichische Auto-Zulieferer hat im vergangenen Jahr zwar mehr Umsatz erzielt, unterm Strich aber dennoch Verlust geschrieben.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

Zumtobel     +2,64% 6,22 Euro 
Frequentis   +2,59% 27,70 Euro
Wienerberger +2,22% 33,18 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

Marinomed -2,78% 17,50 Euro
Palfinger -2,48% 21,60 Euro
Andritz   -2,19% 51,25 Euro

ger/mik

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