, APA

Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,42 Prozent / Auf Hochtouren laufende Berichtssaison im Fokus - Andritz nach Zahlenvorlage klar schwächer

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstagmittag schwächer präsentiert. Der ATX gab bis zwölf Uhr um 0,42 Prozent auf 3.565,41 Punkte nach. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es im Verlauf mit den Aktienkursen überwiegend abwärts. International steht vor allem die auf Hochtouren laufende Berichtssaison im Fokus. Nach US-Börsenschluss legten der Facebook-Konzern Meta und IBM enttäuschend aufgenommene Ergebnisse bzw. Ausblicke vor und drückten damit etwas auf die Stimmung.

Neben den Unternehmensergebnissen stehen auf der fundamentalen Ebene Konjunkturzahlen aus den USA im Blickfeld der Akteure. Publiziert wird die erste Schätzung des BIP-Wachstums in den USA. Die Wachstumsdynamik in der weltgrößten Volkswirtschaft dürfte sich in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Schlussquartal 2023 verlangsamt haben, erwarten die Helaba-Analysten.

Am heimischen Aktienmarkt lieferten auf Unternehmensebene Andritz und Strabag Geschäftszahlen. Die Semperit-Aktie wird zudem ex Dividende gehandelt. Die Andritz-Aktie reagierte mit einem deutlichen Minus von vier Prozent. Der steirische Anlagenbauer hat im ersten Quartal 2024 beim Betriebsergebnis (Ebit) ein Minus von 4,2 Prozent auf 139,9 Mio. Euro verzeichnet. Der Umsatz reduzierte sich um 3,9 Prozent auf 1,89 Mrd. Euro. Die Analysten der Erste Group werteten vor allem den leicht nach unten angepassten Ausblick als negativ. Das Zahlenwerk für das abgelaufene Jahresviertel wurde als "in-line" eingestuft.

Österreichs größter Baukonzern Strabag hat 2023 "auf größtenteils rückläufigen Märkten" eine deutliche Gewinnsteigerung hingelegt. Das Konzernergebnis stieg gegenüber dem Jahr davor um ein Drittel auf 630,5 Mio. Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um ein Viertel auf 880,2 Mio. Euro. Die Strabag-Papiere zeigten sich mit minus 0,5 Prozent. Hier bewertete die Erste Group die vorgelegten Zahlen als im Rahmen der Erwartungen.

Die schwergewichteten Banken wiesen einheitlich negative Vorzeichen auf. Erste Group verbilligten sich um 0,2 Prozent und Raiffeisen Bank International kamen um 0,3 Prozent zurück. BAWAG fielen um ein Prozent.

Semperit gaben 0,9 Prozent bzw. 10 Cent auf 11,70 Euro nach. Bereinigt um den Dividendenabschlag in Höhe von 0,5 Euro würde die Aktie im Plus notieren.

ste/spa

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.