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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiterhin im Plus / Europäisches Umfeld ebenfalls überwiegend freundlich - Rosenbauer klettern fast 3 Prozent

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin mit höheren Notierungen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX kletterte bis 15.00 Uhr um 0,39 Prozent auf 3.497,34 Einheiten, der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,52 Prozent auf 1.756,48 Zähler zu. Im Fokus standen im bisherigen Handelsverlauf Konjunkturdaten aus Europa.

Österreichs Wirtschaft wächst heuer aufgrund der schwächelnden Bauwirtschaft und Industrie deutlich weniger als erwartet. Die Institute Wifo und IHS rechnen in ihrer am Freitag vorgestellten Prognose für 2024 mit einem realen Wirtschaftswachstum von nur mehr 0,2 bzw. 0,5 Prozent. Im Dezember hatten sie noch ein Plus von 0,9 bzw. 0,8 Prozent vorausgesagt.

Auch aus Deutschland kamen wichtige Konjunkturdaten. Dort hat der Ifo-Geschäftsklimaindex im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Punkte auf 87,8 Zähler zugelegt. Analysten hatten nur einen Zuwachs auf 86,0 Punkte erwartet.

Rosenbauer hat mit Kreditgebern und Schuldscheindarlehensgläubigern eine Refinanzierungsvereinbarung getroffen, wurde am Nachmittag bekannt. Für die Laufzeit der Vereinbarung hat sich das Unternehmen gegenüber den Banken verpflichtet, keine Ausschüttung von Dividenden vorzuschlagen.

Weiters sehe der Deal Tilgungen von Forderungen der Kreditgeber und Schuldscheindarlehensgläubiger vor - aus Mitteln der bereits mit Ad-hoc-Meldung vom 12. Februar bekannt gegebenen Kapitalerhöhung 2024. Die Aktien von Rosenbauer stiegen bisher um 2,9 Prozent.

Austriacard Holdings legte Ergebnisse für 2023 vor. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Er stieg von 5,3 Mio. auf 17 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte demnach von 310,3 Mio. auf 351,3 Mio. Euro. Der Hauptversammlung will der Vorstand eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie vorschlagen. Die Aktien kletterten in Reaktion bisher um 2,5 Prozent.

Lenzing-Papiere zogen um 2 Prozent auf 30,70 Euro an. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben das Kursziel für die Titel von 37,0 auf 35,0 Euro gesenkt, die Anlageempfehlung "Hold" wurde bestätigt.

Die Papiere der Strabag performten zum Wochenausklang überdurchschnittlich. Die Papiere zeigen sich zwar mit einem Minus von über 14 Prozent, werden aber heute ex-Dividende gehandelt - das miteinberechnet notieren die Titel derzeit um über 7,5 Prozent im Plus. Am Vortag wurde gemeldet, dass die Strabag die bereits im Vorjahr angekündigte Verwässerung des Anteils des russischen Oligarchen Oleg Deripaska auf unter 25 Prozent umgesetzt hat. Am Donnerstag war die dafür nötige Sachkapitalerhöhung im Firmenbuch eingetragen worden.

Weiters war in dieser Woche bekannt geworden, dass die US-Behörden der Raiffeisen Bank International (RBI) laut einem Agenturbericht bei ihrem heiklen Milliardendeal rund um den russischen Oligarchen Oleg Deripaska und dessen Anteile am Baukonzern Strabag einen Strich durch die Rechnung machen wolle. Die Papiere der RBI notierten zum Berichtszeitpunkt ohne prozentuelle Veränderung.

kat/mha

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