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AKTIEN IM FOKUS: Tech-Werte schwächeln wegen Asien-Vorgaben und OpenAI-Pause

Europäische Technologiewerte sind am Montag in etwas geringerem Umfang den Branchenverlusten in Fernost gefolgt. Vor allem auf dem chinesischen Festland und in Südkorea zeigten sich Technologiewerte nach einem Medienbericht schwach, wonach die chinesischen Behörden den Kauf neuer Nvidia-Chips gestatten könnten. Dies könnte die lokale Entwicklung von Hardware für KI-Technologien eher schwächen, wird befürchtet.

In Seoul war der Kurs der Aktie des Chipherstellers SK Hynix , die oft als Sinnbild für die Branchenstimmung in Fernost gilt, mit mehr als vier Prozent unter Druck geraten. Hierzulande bewegte sich der Infineon-Kurs mit einem Prozent im Minus, während die Titel von Branchenausrüstern wie Aixtron oder Suss Microtec noch etwas stärker um mehr bis zu 2,3 Prozent fielen. Auch die Aktie des US-Chipriesen Nvidia bewegte sich im vorbörslichen Handel etwas unter ihrem Nasdaq-Schlusskurs vom Freitag.

Experten zufolge wird am Montag das KI-Ausbautempo generell wieder etwas mehr hinterfragt. Zum Thema wurde auch, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. Außerdem blieb die Börsenstimmung am Montag anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost, wo die Fronten verhärtet bleiben.

Laut dem Marktbeobachter Andreas Lipkow von CMC Markets bekommt "die bislang so robuste KI-Story erneut Risse" wegen der OpenAI-Trainingspause. Anlegern stellen sich wieder einmal die Fragen, ob sich die enorme Wachstumsgeschwindigkeit der vergangenen Jahre tatsächlich fortsetzen lasse oder ob die Entwicklung nicht bewusst verlangsamt werden müsse.

Als Belastung vor allem für die Tech-Kurse in China galt ein Bericht des Nachrichtenportals "The Information", wonach die chinesische Regierung das Signal gegeben haben soll, dass heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba oder dem Tiktok-Betreiber Bytedance der Kauf von neuen Nvidia-Chips des Typs RTX Pro 5500 gestattet werden könnte. In dem Bericht heißt es, einige Unternehmen seien dazu aufgefordert worden, Angaben zu ihren Bedarfen zu machen.

Nvidia sieht sich beim Verkauf seiner Chips nach China sowohl mit US-Exportbeschränkungen als auch mit Restriktionen aus Peking konfrontiert. Hintergrund ist ein Geflecht bilateraler Spannungen, das von Sicherheitsfragen bis hin zum Wettbewerb im Bereich der künstlichen Intelligenz reicht. Die US-Regierung hat kürzlich die Beschränkungen für einige Nvidia-Chips aufgehoben, allerdings eher für Chips älterer Generationen.

Die USA und China näherten sich zuletzt politisch wieder etwas an. Chinas Staatschef Xi Jinping war am vergangenen Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Washington gereist und US-Präsident Donald Trump hat mittlerweile eine Gegeneinladung angenommen. "Wir werden uns im November erneut in China treffen und anschließend im Dezember beim G20-Gipfel in Miami, Florida", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit./tih/ck/stk

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AXC0065 2026-09-28/09:20

Relevante Links: Infineon Technologies AG, Aixtron SE, SK hynix, Inc., Alibaba Group Holding Ltd., NVIDIA Corporation, Süss MicroTec SE

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