WOCHENAUSBLICK: Dax bleibt schwankungsanfällig - Iran weiter im Fokus
Auch in der neuen Woche dürfte der deutsche
Leitindex Dax
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran seien noch ungelöst und sorgten damit für eine anhaltende Phase der Unsicherheit. Solange kein klarer politischer Fahrplan erkennbar sei, bleibe das Umfeld fragil, sagte Emden. Ähnlich äußerte sich Analyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets: "Die Gesamtsituation bleibt schwierig abzuschätzen und kann sich sekündlich verschlechtern oder entspannen. Keine einfache Ausgangslage für die Anleger und in der aktuellen Ausprägung durchaus einzigartig."
Die Investmentstrategen des Finanzportals Index Radar verglichen die Lage in Nahost mit einem instabilen Kartenhaus. Berichte über interne Machtkämpfe im Iran und die massive Aufstockung der US-Militärpräsenz steigerten das Risiko einer erneuten Eskalation. Die Quittung liefere der Ölmarkt, wo ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zuletzt relativ stabil bei 105 US-Dollar gehandelt wurde. Solange die USA weiter um die Kontrolle der Straße von Hormus rängen, die Seeblockade bestehen bleibe und eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg nicht in Sicht sei, werde der Ölpreis hoch bleiben, urteilte Claudia Windt, Leiterin Research bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).
Doch die eigentliche Gefahr lauere in den harten Konjunkturdaten, betonten die auf die statistische und technische Analyse von Aktienmärkten spezialisierten Experten von Index Radar. Die jüngsten Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone signalisierten erstmals seit 16 Monaten einen Rückgang der Aktivitäten in der Privatwirtschaft. "Besonders alarmierend: Im Dienstleistungssektor sehen wir den stärksten Einbruch seit den Corona-Lockdowns. Gleichzeitig verstärkt sich die Teuerung. Insgesamt verdichten sich die Signale für ein stagflationäres Umfeld - eine toxische Mischung aus schwindendem Wachstum und hartnäckigem Preisdruck, die den Spielraum der Europäischen Zentralbank (EZB) einengt", so Index Radar.
Die neue Woche ist auch die Woche der Notenbanken. Den Reigen der Zentralbanksitzungen mit ihren Zinsentscheidungen eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.
Auch an Konjunkturdaten mangelt es in der neuen Woche nicht. Im Fokus steht am Montag das GfK-Verbrauchervertrauen, am Dienstag Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Zur Wochenmitte dürften die deutschen Verbraucherpreise frische Inflationssignale senden. Am Donnerstag folgen aktuelle Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland und den USA. Für Freitag ist der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den USA terminiert.
Zudem nimmt die Quartalsberichterstattung der Unternehmen Fahrt auf.
Zu Beginn der verkürzten neuen Börsenwoche (am Freitag ist Feiertag
in Deutschland) ist die deutsche Unternehmensagenda mit
Quartalszahlen von Südzucker
Tags darauf ballt es sich mit den Zwischenberichten von Deutsche
Bank
Den Zahlenreigen beschließen am Donnerstag BASF
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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