Aktien Frankfurt: Dax wenig verändert vor Apple-Zahlen und US-Zwischenwahlen
Nach der kleinen Korrektur vom Freitag
versucht sich der Dax am Montag zum Start in den
neuen Börsenmonat November zu stabilisieren. Die Ölpreise gingen
nach einem Bericht über diplomatische Bemühungen von US-Präsident
Donald Trump im Krieg zwischen den USA und dem Iran zurück und
stützten damit die Kurse.
Am Nachmittag notierte der Dax mit minus 0,07 Prozent auf 25.800
Punkten. Der Nasdaq-Schwäche am Freitag konnte er sich größtenteils
entziehen. Auch in Asien gab es am Morgen überwiegend Gewinne. Der
MDax der mittelgroßen Unternehmen legte zuletzt um
0,51 Prozent auf 30.626 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 trat quasi auf der Stelle.
Bevor am Dienstag die Zwischenwahlen in den USA für Spannung sorgen
dürften, veröffentlicht in der laufenden Berichtssaison am Montag
nach US-Börsenschluss der iPhone-Hersteller Apple als
vorletztes Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 seine
Quartalszahlen. Der US-Techsektor stand zuletzt unter Druck. Erneut
hohe Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur hatten in den
vergangenen Tagen Aktien wie Meta , Alphabet
und Amazon deutlich belastet und am
Markt die Zweifel größer werden lassen, ob und wann sich die hohen
Ausgaben rentieren.
In der Vorwoche hatte der Dax mit über 26.100 Punkten den höchsten
Stand seit Anfang September erreicht und trotz des Rückschlags am
Freitag ein Wochenplus von zweieinhalb Prozent eingefahren. Auch der
Oktober war mit einem Zuwachs von zweieinhalb Prozent ein guter
Börsenmonat.
Aufgrund der geringeren Technologielastigkeit im Dax sei in der
vergangenen Handelswoche den deutschen Standardwerten etwas
gelungen, was nicht oft gelinge: eine Abkopplung von der Entwicklung
der US-Börsen, hieß es von der Fürst Fugger Privatbank. Eine
kurzfristig höhere Volatilität sollte von den Marktteilnehmern
eingeplant werden. "Wichtig wäre jetzt, dass die Phase um die
Zwischenwahlen in den USA die übliche starke Wertentwicklung
liefert."
Laut den Experten des Vermögensverwalters HQ Trust haben nach
US-Zwischenwahlen oft gute Zeiten für Aktien begonnen. So habe der
marktbreite US-Index S&P 500 seit 1928 in den zwölf
Monaten danach im Schnitt um 12,4 Prozent zugelegt, mehr als doppelt
so viel wie nach Präsidentschaftswahlen. "Verlor der Präsident seine
Mehrheit im Repräsentantenhaus, fiel das Plus sogar noch höher aus."
Der Gesundheitskonzern Fresenius baut mit einer
Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Auftragsforscher und
-fertiger WuXi Biologics seine Pipeline von Nachahmermedikamenten
deutlich aus. Fresenius erhalte einen exklusiven Zugang zu bis zu 37
potenziellen Biosimilar-Kandidaten, hieß es. Auf dem höchsten
Kursniveau seit Anfang März gewannen die Aktien am Nachmittag 2
Prozent.
Die Papiere von Siemens Energy stabilisierten sich
mit plus 0,9 Prozent nach ihrem fast siebenprozentigen Kursrutsch
vom Freitag. Eine markantere Erholung blieb aus.
Die Anteile des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron
verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux um
5,3 Prozent. Den Beiersdorf-Aktien machte indes eine
Abstufung durch die HSBC von "Buy" auf "Hold" nichts aus, der Kurs
notierte 0,9 Prozent fester.
Nachrichten zum Portfolio von Mutares bewegten die
Aktien der Beteiligungsgesellschaft. Mit einem Plus von 5,2 Prozent
holten die SDax -Papiere einen Teil ihrer jüngst
kräftigen Verluste wieder auf./ajx/stk