Aktien New York Ausblick: Nasdaq weiter erholt vor US-Zinsentscheid und Zahlen
Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed und
Geschäftszahlen mehrerer Tech-Riesen zeichnet sich an den New Yorker
Börsen keine klare Richtung ab. Der Broker IG taxierte den
technologielastigen Nasdaq-100-Index am Mittwoch
knapp eine Stunde vor Handelsbeginn 0,4 Prozent höher auf 29.775
Punkte. Damit würde er seine jüngste Erholung fortsetzen. Dagegen
erwartet IG den Leitindex Dow Jones Industrial nur
minimal höher bei 52,402 Punkten, womit er in seiner
Konsolidierungsspanne nach dem Rückschlag am Freitag bliebe.
Trotz der zuletzt hohen Inflation dürften die US-Währungshüter ihre
Leitzinsen an diesem Mittwoch nicht verändern. Die überwiegende
Mehrheit der von Bloomberg befragen Volkswirte erwartet, dass der
Leitzins weiter in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent liegt.
Experten spekulieren jedoch auf eine Erhöhung im Dezember, nachdem
der neue Notenbankchef Kevin Warsh im September erstmals in seiner
Amtszeit den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben hatte.
Im Halbleitersektor zeichnen sich dank starker Zahlen der
südkoreanischen SK Hynix und vor den
Quartalsberichten von Alphabet und Microsoft
erneut Kursgewinne ab. Für gute Stimmung sorgten
zudem weitere Einzelheiten zum angekündigten Börsengang des
KI-Konzerns Anthropic. Als möglicher Termin für den Sprung aufs
Parkett, der für frischen Schwung im Tech-Sektor sorge, gelte nun
die Woche ab dem 16. November, schrieb Marktbeobachter Jürgen Molnar
von Robomarkets.
Die Aktien der Chiphersteller Micron und Intel
legten vorbörslich um 3,4 und 1,5 Prozent zu. Für die
Anteile des Cloud- und KI-Infrastruktur-Spezialisten CoreWeave
ging es um 3,2 Prozent hoch. Derweil brockte ein
enttäuschender Ausblick NXP gegen den Branchentrend
einen Kursrutsch von 7,9 Prozent ein.
Beim Spezialisten für Solarenergietechnik Enphase Energy
mussten die Anleger wegen eines schwachen Ausblicks
auf das Schlussquartal einen 21-prozentigen Kurseinbruch verkraften.
Die Titel des Onlinebrokers Robinhood wurden mit
minus 6,4 Prozent für einen schwachen Quartalsbericht abgestraft.
Für die gut gelaufenen Visa- Titel ging es vorbörslich
um weitere 1,2 Prozent bergab. Der Zahlungsdienstleister erzielte im
abgelaufenen Geschäftsjahr zwar einen Rekordumsatz. Doch Umsatz und
Ergebnis fielen im Großen und Ganzen wie von Experten erwartet aus.
Derweil bescherten angehobene Jahresziele dem Medizintechnikkonzern
GE Healthcare ein Kursplus von 8,8 Prozent. Der
Energietechnikkonzern GE Vernova punktete am Markt
vorbörslich nur zeitweise mit guten Quartalszahlen und einer
angehobenen operativen Ergebnisprognose: Die Anteilsscheine verloren
zuletzt ein Prozent. Eine angekündigte milliardenschwere Übernahme
zum Ausbau des Geschäfts mit Hochspannungsausrüstung für Stromnetze
schreckte die Anleger offenbar doch etwas ab.
Dass der Farben- und Beschichtungshersteller PPG Industries
die Zielspanne für das bereinigte Ergebnis je Aktien
nach oben hin einengte, sorgte für ein Kursplus von 6,2
Prozent./gl/jha/