ROUNDUP: Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX erwartet 2026 noch bessere Geschäfte
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX
schraubt angesichts guter Geschäfte seine Erwartungen
für 2026 ein weiteres Mal nach oben. Der bereinigte Umsatz soll mit
97 bis 97,5 Milliarden US-Dollar (86,5 bis 86,9 Mrd Euro) mindestens
eine Milliarde mehr erreichen als zuvor im Höchstfall angepeilt, wie
der Mutterkonzern des Rüstungsunternehmens Raytheon, des
Triebwerksbauers Pratt & Whitney und des Luftfahrtzulieferers
Collins am Dienstag in Arlington mitteilte. Der bereinigte Gewinn je
Aktie soll 7,65 bis 7,75 Dollar erreichen, mindestens 40 Cent mehr
als zuvor maximal erhofft. Für die RTX-Aktie ging es nach den
Neuigkeiten im frühen US-Handel um 1,5 Prozent aufwärts.
Im dritten Quartal erzielte RTX einen bereinigten Umsatz von knapp
25 Milliarden Dollar, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der
tatsächliche Überschuss wuchs um gut ein Drittel auf fast 2,6
Milliarden Dollar. Der freie Barmittelzufluss brach zwar um fast die
Hälfte auf rund 2,1 Milliarden Dollar ein. Im Gesamtjahr soll er mit
9 bis 9,2 Milliarden Dollar jedoch höher ausfallen als noch im
Sommer angekündigt.
Raytheon stellt Rüstungsgüter wie die Patriot-Flugabwehrsysteme her,
die derzeit auch im Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland zum
Einsatz kommen. Collins liefert allerlei Technik für die Luft- und
Raumfahrt, von Rumpfteilen über Passagiersitze bis zu
Triebwerksgondeln.
Pratt & Whitney baut zusammen mit Partnern wie dem deutschen
Anbieter MTU Antriebe für Passagierjets wie die stark
gefragte A320neo-Reihe des weltgrößten Flugzeugbauers Airbus
. Dessen Chef Guillaume Faury hatte den
Triebwerkshersteller vor allem Anfang des Jahres dafür gescholten,
nicht genügend Turbinen zu liefern./stw/men/jha/he