dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 01.10.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: Micron überrascht mit Umsatzoptimismus - Aktienkurs legt zu
BOISE - Der KI-Boom mit steigenden Verkaufspreisen treibt die
Geschäfte des US-Speicherchipherstellers Micron
unerwartet kräftig an. Der bereinigte Umsatz dürfte im ersten
Geschäftsquartal bei 60 bis 63 Milliarden US-Dollar (bis 55,5 Mrd
Euro) liegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend nach
US-Börsenschluss in Boise (Idaho) mit. Das wären bis zu rund 16
Prozent mehr als im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Analysten rechneten bisher lediglich mit knapp 57 Milliarden Dollar.
Auch der angepeilte bereinigte Gewinn je Aktie liegt höher als
erwartet. Die in diesem Jahr bereits sehr stark gelaufene
Micron-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel am Donnerstag etwas
zu.
BAD HOMBURG - Der Gesundheitskonzern Fresenius
übernimmt seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett und stärkt
damit sein Geschäft mit Nachahmerarzneien. Für die übrigen Anteile
im Umfang von 45 Prozent bezahlt der Dax -Konzern bis
zu 750 Millionen Euro, wie er in Bad Homburg mitteilte. Verkäufer
sind die Unternehmen Insud und Invim. Der Vertrag wurde den Angaben
zufolge am Mittwoch unterschrieben und vollzogen. Behördliche
Genehmigungen seien nicht nötig gewesen.
IPO: KNDS hält an Börsenplänen fest - Partnersuche in Deutschland
DÜSSELDORF - KNDS-Chef Jean-Paul Alary will den Rüstungskonzern
weiterhin an die Börse bringen und die Produktion in Deutschland
deutlich hochfahren. "Der Börsengang ist vorerst ausgesetzt, aber
nicht abgesagt", sagte der Manager dem "Handelsblatt". Die derzeit
erzielbare Bewertung entspreche nicht den Erwartungen der
Anteilseigner. Deshalb liegt das Vorhaben seit Juni auf Eis. Der
Verwaltungsrat des französisch-deutschen Konzerns habe das
Management aber gebeten, sich bereitzuhalten, "dass es jederzeit
losgehen kann", erklärte Alary. Dies könnte noch im laufenden Jahr
geschehen.
Kreise: VW-Softwaretochter steht vor weiterem Stellenabbau
WOLFSBURG - Die VW -Softwaretochter Cariad steht vor
einem größeren Stellenabbau. Konkret geht es um rund 1.000 Stellen,
die gestrichen werden sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur
aus Unternehmenskreisen. Betroffen wäre damit knapp ein Viertel der
rund 4.300 verbliebenen Cariad-Beschäftigten. Zuvor hatte das
"Handelsblatt" berichtet.
ROUNDUP: Post plant Zehntausende neue Paketautomaten - Firmenzukauf
BONN/SALZBURG - Wer ein Paket abholen oder abschicken möchte, kann
in den kommenden Jahren mit neuen Automaten in seiner Nachbarschaft
rechnen. Nachdem DPD und GLS schon im März eine Zusammenarbeit
angekündigt haben, erhöht Marktführer DHL sein Ausbautempo nun
deutlich. Hatte der Bonner Konzern bislang angepeilt, Ende 2030 mehr
als 30.000 Automaten in Deutschland zu haben, so hievte der Konzern
diese Zielmarke jetzt auf rund 50.000 hoch. Der Schlüssel hierfür
ist der Zukauf eines aufstrebenden Wettbewerbers, der am Donnerstag
verkündet wurde.
VW-Chef Blume bringt längere Arbeitszeiten ins Spiel
WOLFSBURG/BERLIN - VW -Chef Oliver Blume hat höhere
Arbeitszeiten für die rund 130.000 Beschäftigten des Autobauers in
Deutschland ins Gespräch gebracht. Die Arbeitskosten in Deutschland
liegen etwa doppelt so hoch wie in anderen europäischen Ländern, in
denen VW aktiv sei, sagte Blume dem Portal "The Pioneer", das das
Gespräch in einem Podcast veröffentlicht hat. Da müsse man in der
heutigen Wettbewerbssituation einige Themen hinterfragen.