dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.09.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: KWS Saat mit Umsatz- und Margenrückgang - Aktie fällt
deutlich
EINBECK - KWS Saat will nach einem Umsatzrückgang im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Juni) wieder wachsen. Bei
der Rentabilität erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr jedoch
keine großen Sprünge. "Im Geschäftsjahr 2025/2026 wurde erneut
deutlich, wie angespannt das Umfeld für die Landwirtschaft weltweit
bleibt", sagte Vorstandssprecher Felix Büchting am Mittwoch laut
einer Mitteilung. Klimatische Extreme, zunehmender Krankheitsdruck
und schwankende Agrarmärkte stellten Landwirte vor große
Herausforderungen.
LPKF erwartet LIDE-Bestellung von asiatischem Hersteller - Aktie
schnellt hoch
GARBSEN - Dem Laserspezialisten LPKF winkt eine
wichtige Bestellung aus der Halbleiterindustrie von einem
asiatischen Herrsteller für Advanced Semiconductor Packaging. Das
Unternehmen habe eine Absichtserklärung zum Kauf von sogenannten
Nexar-LIDE-Glasbearbeitungssystemen erhalten, teilte der
Laserspezialist am Mittwoch mit. Der Kunde plane, die Systeme am
Anfang des Hochlaufens seiner Produktionsanlage für Glassubstrate
für hochleistungsfähige Advanced Packaging-Lösungen einzusetzen.
Dabei beabsichtige das asiatische Unternehmen, Anlagen im mittleren
einstelligen Millionen-Euro-Bereich zu erwerben. Den Eingang der
Bestellung erwartet LPKF in Kürze.
GERLINGEN - Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch hat im
ersten Halbjahr keine großen Sprünge gemacht. In den ersten sechs
Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro, wie das
Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart mitteilte. Allerdings kam
das Wachstum vor allem durch Zukäufe zustande. Bosch hatte im Laufe
des vergangenen Jahres das Heizungs-, Lüftungs- und
Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und
Hitachi übernommen.
WPP-Finanzchefin wechselt 2027 zum Spirituosenhersteller Diageo
LONDON - Beim britischen Spirituosen- und Guinness-Hersteller Diageo
kommt es erneut zu einem Wechsel in der
Führungsetage. Die Managerin Joanne Wilson werde im Laufe des
kommenden Jahres als neue Finanzchefin in die Konzernführung
eintreten und dort Nik Jhangiani ablösen, teilte Diageo am Mittwoch
mit. Dieser werde bis dahin auf seinem Posten bleiben, um eine
reibungslose Übergabe sicherzustellen, sagte Konzernchef Dave Lewis.
Wacker Chemie platziert Siltronic-Aktien - Bruttoerlös 171 Millionen
Euro
MÜNCHEN - Wacker Chemie hat seinen Anteil am
Hersteller von Halbleiter-Wafern Siltronic weiter
reduziert. So seien 2,2 Millionen Siltronic-Aktien zu je 77,25 Euro
platziert worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.
Das bedeutet einen deutlichen Abschlag zum Xetra-Schlusskurs von
82,75 Euro. Wacker Chemie fließe dadurch ein Bruttoerlös von rund
171 Millionen Euro zu, hieß es.
ROUNDUP 2: IG Metall will fünf Prozent mehr Lohn für
Metallbeschäftigte
FRANKFURT - Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut
3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und
Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde für
die größte deutsche Industriebranche eine Gewinnbeteiligung für
Beschäftigte in "Boom-Unternehmen" durchsetzen sowie über die
Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue
Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit
von zwölf Monaten haben.
UBS rechnet mit Zusatzaufwand von 16 Milliarden US-Dollar an hartem
Kernkapital
ZÜRICH - Die UBS hat den Ständeratsentscheid mit
Blick auf die Kapitalvorgaben für die Großbank kritisiert. Dieser
würde zu einer "übermäßigen" Verschärfung der Schweizer
Eigenkapitalanforderungen führen, die bereits heute zu den
strengsten weltweit zählten, heißt es in einer Mitteilung vom
Mittwoch. Sollte der Beschluss des Ständerats am Ende des laufenden
parlamentarischen Verfahrens bestätigt werden, müsste die UBS
zusätzliches hartes Kernkapital (CET1) von rund 16 Milliarden
US-Dollar halten. Dies käme zu den zusätzlichen 2 Milliarden an
CET1-Kapital hinzu, welche wegen der vom Bundesrat angekündigten
Änderungen auf Verordnungsstufe erforderlich seien.