ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wenig Bewegung nach starkem Vortag
Die New Yorker Börsen sind Freitag mehrheitlich
wenig bewegt aus dem Handel gegangen. Als Kursstütze nach dem
starken Vortag erwiesen sich die zuletzt sinkenden Ölpreise. Dass
die Renditen für US-Anleihen nach der jüngsten Pause wieder anzogen,
beeindruckte die Anleger nicht. Auch der große Verfall an den
Terminbörsen hatte keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktienkurse.
Der Dow Jones Industrial verlor letztlich noch 0,18
Prozent auf 51.682,64 Punkte. Angesichts der deutlichen
Kursabschläge vor der gestrigen Erholung beläuft sich der
Wochenverlust für den Leitindex auf 1,7 Prozent. Der marktbreite S&P
500 stieg am Freitag um 0,17 Prozent auf 7.650,50
Punkte.
Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es sogar
um 0,67 Prozent auf 29.644,17 Punkte nach oben, womit er die anderen
Indizes einmal mehr übertrumpfte. Vor allem dank des starken
Donnerstags schraubte er sein Wochenplus damit auf 0,9 Prozent hoch.
Die US-Börsen hielten sich damit vor dem Wochenende deutlich besser
als die europäischen Aktienmärkte. Neben dem Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 erlitt auch der Dax
sichtbare Verluste. In Deutschland sorgen die anstehenden
Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern für politische
Unsicherheit. Die Wahlergebnisse könnten die Bundesregierung und
insbesondere die regierende Union von Bundeskanzler Friedrich Merz
noch stärker unter Druck setzen.
Einmal mehr gefragt waren in New York die Aktien von
Halbleiterunternehmen. Sandisk , Lam Research
und Seagate Technology verzeichneten
Kursgewinne von bis zu elf Prozent. Aussagen von Nvidia-Chef
Jensen Huang, der im kommenden Jahr mit einer
Verdopplung des Chipabsatzes rechnet, halfen der guten
Branchenstimmung. Die Nvidia-Aktien selbst hinkten der guten
Entwicklung mit plus 1,3 Prozent aber weiter hinterher.
Die zuletzt schon erholten Krypo-Aktien wie Strategy
und Coinbase zogen um weitere 16,4 beziehungsweise
11,7 Prozent an. Sie profitierten davon, dass die US-Börsenaufsicht
SEC grünes Licht für eine verlängerte Ausnahme gegeben hat, die den
Handel mit tokenisierten Aktien erlaubt. Dabei handelt es sich um
digitale Abbilder klassischer Wertpapiere auf einer Blockchain.
Netflix-Titel büßten hingegen 4,7 Prozent ein.
Analyst Seven Cahall von der Bank Wells Fargo stufte die Aktien
wegen seiner Skepsis gegenüber der Content-Strategie des
Streamingriesen ab. Er sieht die Gefahr, dass beliebte
Eigenproduktionen verloren gehen, sollte Netflix in Konkurrenz zu
Youtube zu einer umfassenderen Content-Plattform umgestaltet werden.
Im Stahlsektor ging es für Nucor und Steel Dynamics
um 6,3 beziehungsweise 4,1 Prozent bergab. In beiden
Fällen reagieren die Anleger enttäuscht auf die Zielsetzungen der
Unternehmen für das dritte Quartal./gl/nas