ROUNDUP: Lasertechnik für Rechenzentren liefert Aixtron Rückenwind
Der weltweite Ausbau der KI-Kapazitäten
treibt die Bestellungen beim Anlagenbauer Aixtron
"Das erste Halbjahr 2026 markiert einen wichtigen Wendepunkt", sagte Aixtron-Chef Felix Grawert am Donnerstag zur Vorlage der Quartalszahlen. "Das starke Auftragsmomentum in der Optoelektronik schafft eine hohe Visibilität für den bevorstehenden Produktionshochlauf." Auch dank der jüngst begebenen Wandelanleihe und des geplanten Produktionsstandortes in Malaysia sieht er das Unternehmen gut positioniert, "um die sich beschleunigende Nachfragewelle in der Optoelektronik voll auszuschöpfen.
Größere Laser-Systemauslieferungen sollen nun voraussichtlich ab dem dritten Quartal beginnen und sich weit über das laufende Geschäftsjahr hinaus erstrecken, teilte Aixtron weiter mit. Die Nachfrage in der Leistungselektronik sowie durch Hersteller von Micro-LED und LED bleibe indes verhalten.
Alles in allem steigerte der MDax-Konzern
Der Umsatz sank im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 115 Millionen Euro, wovon 13 Prozent als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hängen blieben. Absolut bedeutet das einen operativen Gewinn von 14,7 Millionen Euro und damit 38 Prozent weniger als vor einem Jahr. Während der Umsatz leicht unter der durchschnittlichen Analystenschätzung liegt, ist der operative Gewinn etwas besser ausgefallen.
Für das dritte Quartal stellt Aixtron-Chef Grawert Erlöse von 160 bis 200 Millionen Euro in Aussicht. Die im April angehobenen Jahresziele wurden bestätigt.
Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von einem starken Auftragseingang. Zudem untermauere der Umsatzausblick für das dritte Quartal die Geschäftsbelebung.
Analyst Om Bakhda vom Investmenthaus Jefferies wies mit Blick auf die aktuell noch schwache Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von Leistungshalbleitern zudem darauf hin, dass die Auslastungen dieser Chiphersteller sich wohl verbesserten.
Der Aktienkurs von Aixtron tat sich im frühen Handel schwer, eine Richtung zu finden. Zuletzt notierten die Papiere mit 33,43 Euro knapp in der Gewinnzone, nachdem sich zunächst die jüngsten Kursverluste fortgesetzt hatten.
So ging es zuletzt seit einem rasanten, vom KI-Boom getriebenen Kursanstieg bis auf fast 63 Euro Mitte Juni ebenso schnell bergab, und zwar mittlerweile um insgesamt fast 50 Prozent. Hintergrund sind Gewinnmitnahmen durch Anleger bei stark gelaufenen Aktien mit KI-Bezug. So liegt das Aixtron-Papier 2026 trotz des jüngsten Rückschlags immer noch über 90 Prozent im Plus./mis/lew/jha/
ISIN DE000A0WMPJ6
AXC0134 2026-07-30/09:35
Relevante Links: Aixtron SE