ROUNDUP/Aktien New York Schluss: US-Chipaktien erholen sich kräftig
Kräftig angetrieben von Aktien aus der
Halbleiterbranche haben die US-Börsen am Dienstag zugelegt. Vor
allem die Nasdaq-Indizes stiegen.
Ausschlag gab ein Medienbericht, dem zufolge der taiwanesische
Chip-Riese TSMC die Preise erhöhen will. Zudem gebe
es nach den jüngsten Verlusten wieder verstärkt Käufer, die darauf
setzten, dass der KI-Boom noch eine Weile laufen werde, hieß es.
Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 , in
dem Chipwerte schwer gewichtet sind, ging mit einem Aufschlag von
1,93 Prozent auf 29.155,18 Zähler aus dem Tag. Der stärker mit
Standardwerten bestückte Wall-Street-Index Dow Jones Industrial
kletterte um 0,74 Prozent auf 52.224,64 Zähler nach
oben. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,89 Prozent auf
7.509,20 Punkte.
Wie beeindruckend Chipaktien wieder stiegen, zeigte der
Philadelphia-Semiconductor-Index (SOX). Er setzte nach den jüngst
kräftigen Verlusten wieder zur Erholung an und stieg um 5,2 Prozent.
Chip-Aktien wie Marvell , Arm und Intel
stiegen um bis zu 8,6 Prozent. Im prozentual
zweistelligen Bereich erholten sich Micron , Sandisk
, Western Digital und Nebius
, die an der Spitze im Nasdaq 100 um knapp 19 Prozent
zulegten.
Der japanischen Finanzzeitung "Nikkei" zufolge hat TSMC mit Kunden
darüber verhandelt, die Preise für Halbleiter im kommenden Jahr um
bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Grund hierfür sollen steigende
Kosten für Fertigungsmaterialien sein. Die anstelle von Aktien an
der Nasdaq-Börse gelisteten American Depositary Receipts (ADR) des
taiwanesischen Chipgiganten legten an der Nyse um 5,6 Prozent zu.
Quartalsbilanzen bewegten ebenfalls kräftig. So brach die Aktie von
Danaher um 11 Prozent ein, nachdem die
Diagnostiksparte des Biotech-Unternehmens im zweiten Quartal
gewinnseitig deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.
Für den Anteilschein des Rüstungsriesen Northrop Grumman
ging es trotz angehobener Jahresziele um 2,2 Prozent
abwärts und Halliburton büßten 5,5 Prozent ein.
Analysten verwiesen darauf, dass beide beim operativen Gewinn die
Markterwartung verfehlt hätten.
Das Zahlenwerk von General Motors kam bei Anlegern
gut an: Die Aktie des Autobauers stieg um 4,9 Prozent, nachdem der
Zielkorridor für den erwarteten Jahresgewinn angehoben worden war.
Noch überzeugender war die Quartalsbilanz des Mischkonzerns 3M
, dessen Papier an der Dow-Spitze um 7,3 Prozent
hochsprang.
Unter Abstufungen durch die Investmentbank Morgan Stanley litten die
Aktien der Software-Entwickler Intuit , Workday
und Salesforce , wobei letztgenannte
mit minus 2,2 Prozent zu den schlechtesten Werte im Dow
zählte./ck/he