ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax rutscht wieder unter 25.000 Punkte
Der Dax hat am Mittwoch
deutlich nachgegeben. Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn sank der
deutsche Leitindex um 0,95 Prozent auf 24.909 Punkte, womit er
wieder klar unter die Marke von 25.000 Punkten rutschte. Für den
MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,75
Prozent auf 31.859 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 schaffte hingegen ein minimales Plus.
Dass der Dax zuletzt vier Tage in Folge über 25.000 Punkten
geschlossen hat, wertete Thomas Altmann von QC Partners zwar als
einen "Etappensieg der Bullen im Kampf um diese wichtige Marke".
Solange der Index allerdings weiter um diese Marke pendele, scheine
die zukünftige Richtung offen.
Die freundlichen asiatischen Märkte, an denen laut Analyst Andreas
Lipkow von CMC Markets die Freude über die besser als erwarteten
US-Verbraucherpreise vom Dienstag nachwirkte, konnten dem Dax keinen
Rückenwind geben - zumal die gegenseitigen Angriffe der USA und des
Iran im Nahen Osten weitergehen. Allerdings preisten die Aktienkurse
keine umfassende Eskalation des Konflikts ein, so Altmann.
Vor dem Beginn der Quartalsberichtssaison der Unternehmen wagten
sich die Anleger hierzulande schon zuletzt kaum aus der Deckung. Für
ein erstes Highlight sorgte nun das niederländische
Börsen-Schwergewicht ASML
Der deutschen Halbleiterbranche half das aber nur teilweise. Aus den
Reihen der Ausrüster und Zulieferer büßten Siltronic
3,8 Prozent ein und von den Chipherstellern Infineon
2 Prozent. Dagegen verteuerten sich Jenoptik und LPKF
um 2,9 beziehungsweise 2,4 Prozent.
Die Aktionäre von Schaeffler mussten trotz guter
Nachrichten einen Kursrückgang um 0,8 Prozent verkraften. Der Auto-
und Industriezulieferer schnitt vorläufigen Zahlen zufolge auch im
zweiten Quartal etwas profitabler ab als ein Jahr zuvor.
Die Titel von Redcare Pharmacy verteuerten sich im
Kielwasser positiv aufgenommener DocMorris -Zahlen um
1,8 Prozent. Die Online-Apotheke übertraf mit ihrem Umsatz im
vergangenen Quartal vor allem dank des starken Geschäfts im
Hauptmarkt Deutschland die Erwartungen.
Dagegen sackten die Aktien von Nagarro um 2,5 Prozent
ab. Nachdem die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin Fehler im
Abschlussbericht 2022 festgestellt hatte, legte der IT-Dienstleister
Widerspruch ein. Er sieht keine im Sinne des
Wertpapierhandelsgesetzes wesentlichen Fehler. Ein Antrag auf
aufschiebende Wirkung des Widerspruchs scheiterte aber vor dem
Oberlandesgericht Frankfurt. Nun sei damit zu rechnen, dass die
Bafin die Fehlerfeststellungen auch während des noch laufenden
Widerspruchsverfahrens unverzüglich veröffentlichen werde, hieß es
vom Unternehmen./gl/stk