Aktien New York: Dow bleibt auf Rekordjagd - Chip-Aktien unter Druck
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial
hat sich am Dienstag den vierten Börsentag in Folge
zu einem Rekordhoch aufgeschwungen. Wie am Vortag gab das
Börsenbarometer jedoch die ohnehin moderaten Gewinne rasch wieder ab
und verlor zuletzt 0,2 Prozent auf 52.943 Zähler.
Ganz anders sah es an der am Vortag noch starken Technologiebörse
Nasdaq aus. Dort gerieten vor allem die Aktien der Halbleiterbranche
unter Druck, nachdem der Elektronik- und Chip-Gigant Samsung
den Markt trotz eines Rekordergebnisses nicht
überzeugen konnte. Der Nasdaq 100 büßte 1,3 Prozent
auf 29.328 Punkte ein.
Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,2 Prozent
auf 7.519 Zähler nach unten. Auch hier bremsten die in dem Index
schwer gewichteten Halbleiteraktien. Unter diesen erlitten Micron
, Intel und AMD
Kursabschläge zwischen 4,6 und 9 Prozent ein. Western Digital
verloren 7,5 Prozent. Die Chip-Branche litt unter
Quartalszahlen von Samsung.
Die Resultate des Elektronikriesen seien auf den ersten Blick
hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest.
Die Aktien seien aber mit derart hohen Ansprüchen der Investoren
belegt, dass die Erwartungen kaum noch zu übertreffen gewesen seien.
Insgesamt ändere sich gerade die Erwartungshaltung, sagte Innes.
Nicht mehr die starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das
Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu
rechtfertigen.
Größter Verlierer im Dow waren Caterpillar mit einem
Verlust von 4,6 Prozent. Anleger schichteten Mittel um und zogen
sich dabei aus dem Maschinenbausektor zurück. Papiere des
Landmaschinenherstellers Deere sackten um 6,5 Prozent
ab.
Die Aktie von Crinetics Pharmaceuticals sprang um 99
Prozent auf 83,50 US-Dollar hoch. Zuvor hatte Vertex Pharmaceuticals
mitgeteilt, das Unternehmen für 85 Dollar je Aktie in
bar übernehmen zu wollen. Die Transaktion umfasst ein Volumen von
rund 10 Milliarden Dollar. Die Vertex-Anteilscheine verloren ein
Prozent.
Die Titel von Fiserv gewannen 2,5 Prozent. Am
Vorabend waren Berichte bekannt geworden, wonach der Anbieter von
Zahlungstechnologie den Verkauf seines Star-Netzwerks - einer
wichtigen Infrastruktur für die Abwicklung von
Debitkartentransaktionen - an ein Konsortium der größten US-Banken
prüft. Zuerst hatte das "Wall Street Journal" darüber
berichtet./bek/he