ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste - US-Notenbank deutet Zinserhöhung an
Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Möglichkeit höherer Zinsen angedeutet und so die US-Börsen belastet. Unter dem neuen Chef Kevin Warsh rechnet die Fed für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang. Und die Notenbank habe die Preisstabilität in ihrem Statement anlässlich des Zinsentscheids ganz klar an die erste Stelle gestellt, schrieb Thomas Altmann, Leiter des Portfoliomanagements von QC Partners. Auf sinkende Zinsen, die Aktien gegenüber Anleihen stützen würden, müssten Anleger wohl bis zum Jahr 2028 warten.
Der Dow Jones Industrial
Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs hatte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht angerührt. Unter Warsh gab es damit nicht die von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung. Im Gegenteil wird nun am Markt eine Zinserhöhung im Oktober als realistisch erachtet.
"Die Fed ist aktuell in einer komfortablen Situation", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. In Anbetracht der Aussicht auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran seien die Ölpreise gefallen, gleichzeitig habe die US-Inflationsrate zuletzt keine Signale von Zweitrundeneffekten gezeigt. Wenngleich im Mai die Inflationsrate wegen höherer Benzinpreise auf 4,2 Prozent gestiegen sei, hätten die Preise ohne Energie- und Nahrungsmittel im direkten Monatsvergleich lediglich im Rahmen einer durchschnittlichen Teuerungsrate zugelegt.
Die am Vortag besonders schwachen Halbleitertitel erholten sich
trotz der Aussicht auf höhere Leitzinsen. So legten AMD
Unter den besten Werten im Nasdaq 100 zogen die Anteilsscheine von
Applied Materials
Bei den Aktien von SpaceX
Michael Monaghan, Partner und Portfoliomanager bei der Risikokapitalgesellschaft Founder Funds, wollte die Kursentwicklung am Mittwoch nicht überbewerten: "Kurz gesagt: Ich halte das bisher nur für Aufregung um nichts. Sollten wir einen Tag mit starken Kursverlusten erleben, wäre das meiner Meinung nach eine ganz andere Diskussion."
Ein Teil der starken Kursschwankungen bei den SpaceX-Aktien lässt sich auf den geringen Streubesitz zurückführen. Denn nur ein relativ kleiner Teil der Papiere steht für den Handel zur Verfügung. Da die Sperrfristen, die Insider am Verkauf hindern, in den kommenden Monaten auslaufen, könnte dies zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Anteilsscheine ausüben./la/men
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0290 2026-06-17/22:48
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