Aktien Frankfurt: Dax nach US-Jobdaten stabil im Bereich der 25.000-Punkte-Marke
US-Arbeitsmarktdaten haben den Dax
am Freitagnachmittag nur wenig bewegt. Ein positiver
Kurstreiber war der Jobbericht zunächst nicht. Der deutsche
Leitindex notierte zuletzt prozentual kaum verändert bei 24.942
Punkten. Die 25.000-Punkte-Marke bleibt im Blick, erweist sich aber
als Widerstand.
Auf Wochesicht zeichnet sich für den Dax ein Minus von 0,6 Prozent
ab. KI-Sorgen gegen Ende der Woche und nach wie vor zähe
Verhandlungen im Iran-Krieg hielten die Anleger etwas zurück.
Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen sank
am Nachmittag um 0,19 Prozent auf 32.738 Punkten. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls leicht
nach.
Laut der Helaba überraschte im Mai das Stellenplus in den USA
deutlich. Insgesamt zeigten die Zahlen eine solide Verfassung des
US-Arbeitsmarktes. Zinserhöhungserwartungen bezüglich der
US-Notenbank Fed würden in der Tendenz wohl verstärkt.
Die KI-Rally an den Börsen wird derweil zunehmend ausgebremst. Kommt
Zinsdruck auf, könnte dies die Aktien der finanzierungsintensiven
Technologie-Unternehmen zusätzlich belasten. Auf dem deutschen
Parkett gaben Chipwerte am Freitag nochmals nach. Infineon
im Dax weiteten ihren Vortagesverlust um 6,7 Prozent
aus. Aixtron im MDax verloren 3,3 Prozent. Auch im
Nebenwerteindex SDax lagen Halbleiterwerte mit hohen
Abschlägen hinten.
Kursgewinne von 4 Prozent für die Titel des Portalbetreibers Scout24
an der Dax-Spitze stützten die positive Tendenz der
letzten Wochen.
Die Aktien von Flatexdegiro gewannen 2,9 Prozent. In
einer Branchenanalyse der Berenberg Bank kam der Online-Broker sehr
gut weg. Das Unternehmen biete bis 2028 die stärksten
Gewinnaussichten im Sektor bei der niedrigsten Aktienbewertung,
schrieb Experte Christoph Greulich.
Wacker Chemie setzte eine Verkaufsempfehlung der
Citigroup zu, die Papiere sanken um 3,4 Prozent. Der Markt
überschätze wohl die Chancen im Halbleitergeschäft, hieß
es./ajx/jha/