Aktien Frankfurt: Schwacher Wochenausklang - Hohe Ölpreise, schwache Techs
Inflations- und Zinssorgen trüben vor dem
Wochenende die Stimmung unter den Aktien-Anlegern und drücken die
Indizes am deutschen Aktienmarkt nach unten. Eine Lösung im
Iran-Krieg lässt auf sich warten, weshalb die Öpreise auf hohem
Niveau bleiben. Im Technologiesektor kam es zu Gewinnmitnahmen, im
Rohstoffsektor standen Edelmetalle und Industriemetalle unter Druck.
Letztlich hatten sich die Anleger wohl auch von dem Treffen zwischen
dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald
Trump in Peking mehr erwartet. Trump befindet sich inzwischen wieder
auf der Rückreise.
Der Dax verlor am Freitag gegen Mittag 1,68 Prozent
auf 24.044 Punkte und notiert damit wieder unter der 200-Tage-Linie,
die chartechnisch orientierten Beobachtern Hinweise auf den
längerfristigen Trend gibt. Auf Wochensicht zeichnet sich für den
deutschen Leitindex ein Minus von 1,2 Prozent ab.
Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte am Freitag
um 2,18 Prozent auf 31.198 Punkte ab. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 sank um 1,8 Prozent.
Gewinnmitnahmen drückten die Papiere des Chipherstellers Infineon
um 5 Prozent nach unten nach einer Rally mit 80
Prozent Kursgewinn im Jahr 2026. Auch bei Aixtron im
MDax machten Anleger Kasse. Heidelberg Materials
litten als schwächster Dax-Wert mit minus 5,8 Prozent vor allem
unter Konjunktursorgen.
Die Aktien des Rüstungsunternehmens Rheinmetall und
des Rückversicherers Munich Re unternahmen auf den
vorderen Dax-Plätzen mit Aufschlägen von jeweils mehr als 1 Prozent
Erholungsversuche nach zuletzt schwacher Entwicklung.
Der Mobilfunk- und TV-Anbieter Freenet steigerte im
ersten Quartal den Umsatz deutlich. Treiber war die Integration von
Mobilezone Deutschland sowie ein Wachstum beim
Internet-Fernsehprodukt waipu.tv. Die Prognose für 2026 bestätigte
der Konzern. Die Aktien gewannen als bester MDax-Wert 1,8 Prozent.
Die Anteile des IT-Dienstleisters Nagarro verloren im
Kleinwerteindex SDax über 7 Prozent nach
Quartalszahlen. Der schwache Nachfragetrend habe sich fortgesetzt,
merkte Analyst Martin Comtesse von Jefferies an./ajx/stk