Meldungen über einen angeblichen
Raketenangriff Irans auf ein US-Kriegsschiff in der Straße von
Hormus haben die Dax-Anleger am Montag beunruhigt.
Steigende Ölpreise waren die Folge. Der deutsche Leitindex, der
zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war,
drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein
moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.
Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um
0,53 Prozent auf 30.753 Zähler aufwärts. Der Eurozonen-Leitindex
EuroStoxx 50 gab um 1 Prozent nach.
Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den
Revolutionsgarden des Landes hatten zunächst über einen
Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA
dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen
worden sei. Der Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer
neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so
wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll,
mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit dem
Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden,
hieß es.
Neue Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump auf Fahrzeuge
aus der EU belasteten Autowerte. Im Dax verloren BMW ,
Mercedes-Benz und Volkswagen bis zu
2,2 Prozent.
Halbleiterwerte wie Aixtron und Infineon
kletterten weiter nach oben und folgten der
Tech-Rally in den USA und Asien. Selbst Siltronic
legten leicht zu ungeachtet einer Abstufung durch Oddo BHF.
Die Anteile des Rüstungsunternehmens Rheinmetall
erholten sich an der Dax-Spitze mit plus 3 Prozent und profitierten
unter anderem von einer Hochstufung durch Santander.
Thyssenkrupp will seine Stahlsparte nicht mehr an den
indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Mittelfristig will sich
Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen. Die
Thyssenkrupp-Aktien notierten zuletzt leicht schwächer.
Die Aktien der Parfümeriekette Douglas rutschten nach
Quartalszahlen und einer Prognosesenkung um mehr als 6 Prozent ab.
Bei Evotec trägt die Kooperation mit Almirall erste
Früchte. Worauf die Papiere des Wirkstoffforschers mit plus 4,8
Prozent reagierten. Ziel der Zusammenarbeit ist die Erforschung und
Entwicklung neuartiger Therapeutika zur Behandlung schwerer
Hauterkrankungen. Evotec gab nun den ersten präklinischen
Entwicklungskandidaten aus der Dermatologie-Kooperation mit Almirall
bekannt./ajx/jha/