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Aktien Frankfurt: Dax wieder über 200-Tage-Linie - US-Börsenrekorde stützen

Die jüngsten US-Börsenrekorde haben den vortags wenig bewegten Dax am Donnerstag gestützt. Mit einem Kursplus von 0,32 Prozent auf 24.144 Punkte hielt sich die Kaufbereitschaft der Anleger aber erneut in Grenzen. Der deutsche Leitindex hat weiter mit der Unsicherheit wegen der Entwicklung des Iran-Kriegs zu kämpfen. Zudem erweist sich die 200-Tage-Linie als Hürde, die der Dax am Mittwoch nur zeitweise hatte überwinden können. Aktuell liegt er wieder etwas über diesem langfristig wichtigen Trendindikator.

Für den MDax , den Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, ging es um 0,68 Prozent auf 31.099 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der am Mittwoch deutlich geschwächelt hatte, gewann 0,3 Prozent.

"Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500 vom Vortag wertet er als Beleg, dass "der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist". Auch das Tech-Barometer Nasdaq 100 stellte einen Rekord auf, ebenso am Donnerstag der japanische Nikkei 225 . Derzeit zeichnen sich in New York am ehesten noch an der Nasdaq weitere Gewinne ab.

Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings "eine gehörige Portion Optimismus", was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn ein Friedensschluss wäre erst der "Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten".

Bei MDax-Schlusslicht Aixtron standen nach dem gestrigen, 20-prozentigen Kurssprung Gewinnmitnahmen von 4 Prozent zu Buche. Der Chipindustrie-Ausrüster, der die Anleger zur Wochenmitte mit einer Prognoseanhebung euphorisiert hatte, beschaffte sich mit Wandelschuldverschreibungen frisches Geld. Das Volumen liege wie zuvor angekündigt bei 450 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Zudem trennten sich einige Käufer der Wandelanleihe im Rahmen einer Platzierung von Aixtron-Aktien, um ihre Positionen abzusichern.

Im Nebenwerte-Index SDax fielen die Titel von Heidelberger Druck nach einer zweitägigen, von Rüstungsfantasie getriebenen Rally um 8,2 Prozent zurück. Der Druckmaschinenhersteller blieb laut vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der bereinigten operativen Marge hinter der eigenen Zielsetzung zurück. Die Margenschwäche ohne nennenswerte Umsatzeinbußen spreche für ein negativeres Preisumfeld, kommentierte Warburg-Analyst Stefan Augustin.

Derweil gaben klare Kursgewinne von DocMorris nach einem starken Umsatzwachstum der Schweizer Online-Apotheke im ersten Quartal auch deren deutscher Konkurrentin Redcare Pharmacy Auftrieb: Die Aktien gewannen an der MDax-Spitze 6,9 Prozent.

Die Aktionäre von Gerresheimer freuten sich über eine Kurserholung von knapp 17 Prozent. Die Kreditgeber des Verpackungsspezialisten stimmten einer Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu - dessen wiederholte Verschiebung hatte das Unternehmen jüngst gezwungen, den SDax zu verlassen. Außerdem berichtete Gerresheimer, dass der Verkaufsprozess für die US-Tochter Centor planmäßig begonnen habe und dass es eine zweistellige Zahl von Interessenten gebe./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416  DE0009653386

AXC0164 2026-04-16/12:12

Relevante Links: Aixtron SE, Redcare Pharmacy N.V., Gerresheimer AG, DocMorris AG, Heidelberger Druckmaschinen AG

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