Aktien Frankfurt Ausblick: Rekorde an US-Börsen stützen Dax
Die jüngsten Rekordhochs an den US-Börsen
dürften den vortags wenig bewegten Dax am Donnerstag
stützen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax
als außerbörslicher Indikator ein Plus von 0,4
Prozent auf 24.166 Punkte. Damit würde sich der deutsche Leitindex
etwas weiter von der 24.000-Punkte-Marke nach oben absetzen. Sein
Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 , das am Mittwoch
deutlich geschwächelt hatte, wird knapp 0,5 Prozent höher erwartet.
"Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen
dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien",
kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter
QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500
vom Vortag wertet er als Beleg, dass "der US-Aktienmarkt den
Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist".
Auch das Tech-Barometer Nasdaq 100 stellte einen
Rekord auf, ebenso am Donnerstag der japanische Nikkei 225
.
Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings "eine
gehörige Portion Optimismus", was die negativen wirtschaftlichen
Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn
ein Friedensschluss wäre erst der "Startschuss für einen langen und
steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren
Energiemärkten".
Der Experte verwies zudem darauf, dass der Dax zur Wochenmitte die
für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Linie bei aktuell
24.104 Punkten zeitweise überschritten hatte, zum Handelsende aber
etwas darunter geblieben war. Sollte es dem Börsenbarometer
gelingen, diese zu überwinden, winke weiteres Kurspotenzial. Sein
Rekordhoch bei 25.507 Punkten hatte der Dax Mitte Januar erreicht.
Die Wachstumsziele für die kommenden Jahre, die der
Schmierstoffhersteller Fuchs im Vorfeld seines
Kapitalmarkttages bekannt gab, scheinen Händlern zufolge eine
Senkung der mittelfristigen Planung zu implizieren. Entsprechend
könnten die Aktien unter Druck geraten.
Deutliche Gewinnmitnahmen nach dem gestrigen, 20-prozentigen
Kurssprung zeichnen sich bei Aixtron ab. Der
Chipindustrie-Ausrüster, der die Anleger zur Wochenmitte mit einer
Prognoseanhebung euphorisiert hatte, beschaffte sich mit
Wandelschuldverschreibungen frisches Geld. Das Volumen lag wie zuvor
angekündigt bei 450 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.
Derweil winken Gerresheimer deutliche Kursgewinne.
Die Kreditgeber des jüngst aus dem Nebenwerte-Index SDax
abgestiegenen Verpackungsspezialisten stimmten einer
Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und
Konzernabschlusses 2025 zu. Außerdem berichtete das Unternehmen,
dass der Verkaufsprozess für Centor planmäßig begonnen habe./gl/stk