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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stabil - Anleger zwischen Hoffen und Bangen

In einem weiterhin von Nervosität geprägten Umfeld hat sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Montag mit Mühe stabilisiert. Anleger schwankten weiterhin zwischen Hoffen und Bangen, was die Lage im Nahen Osten betrifft. Die konjunktursensiblen Technologiewerte gerieten erneut unter Druck, wobei Aktien von Chipherstellern einmal mehr deutliche Einbußen hinnehmen mussten.

Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,78 Prozent auf 22.953,38 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,39 Prozent auf 6.343,72 Einheiten nach unten. Der Dow schloss 0,11 Prozent im Plus bei 45.216,14 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf auf den tiefsten Stand seit September letzten Jahres abgerutscht war.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten führten "ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung" im Iran, um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden.

Sollte es jedoch keine Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus geben, drohte Trump dem Iran mit massiven Angriffen und der Zerstörung der Energie-Infrastruktur des Landes. Zudem schürte die Ankunft weiterer US-Marinekräfte mit dem amphibischen Angriffsschiff "USS Tripoli" im Nahen Osten die Furcht vor einem zeitnahen Bodeneinsatz, was eine weitere Eskalation des Krieges bedeuten würde.

"Da das iranische Regime weiterhin an der Macht ist und die faktische Kontrolle über die Straße von Hormus hat, die globalen Energiereserven sinken und sich angereichertes Uran noch immer im Land befindet, ist ein Weg zu einer für alle Seiten akzeptablen Verhandlungslösung kaum absehbar", schrieb ein Expertenteam der Bank UBS um den Anlagestrategen Mark Haefele. Die Fachleute raten deshalb weiterhin zu einer Strategie der Risikoabsicherung.

Am Anleihenmarkt fielen die Renditen zwar nach Aussagen des Notenbank-Vorsitzenden deutlich, doch dies konnten den Börsen keine entscheidenden Impulse verleihen. Jerome Powell dämpfte die Erwartungen auf eine mögliche Leitzinsanhebung zur Bekämpfung des ölpreisbedingten Teuerungsschubs. Die Inflationserwartungen scheinen "über den kurzfristigen Horizont hinaus gut verankert zu sein", sagte er bei einer Veranstaltung der Harvard Universität in Cambridge.

Dynamik zeigten im Metallbereich die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa . Sie schnellten um 8,2 Prozent hoch, nachdem am Wochenende iranische Angriffe auf Aluminiumwerke am Persischen Golf für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Die Anteilscheine des Wettbewerbers Century Aluminium zogen um 7,3 Prozent an.

Im S&P 500 profitierten Crowdstrike mit einem Plus von fast 3 Prozent von einem positiven Analystenkommentar. Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens aus den Bereichen Cybersicherheitstechnologie und Informationssicherheit, schrieb Experte Joshua Tilton von Wolfe Research.

Am Index-Ende sackten die Papiere des Lebensmittel-Großhändlers Sysco um mehr als 15 Prozent ab. Belastend wirkte hier die geplante Übernahme der Firma Jetro Restaurant Depot.

Unter den Chipherstellern rutschten Marvell Technology um 7,5 und Micron Technology um fast 10 Prozent ab. In der vergangenen Woche bereits hatten Forschungsergebnisse der Google-Mutter Alphabet für Aufruhr gesorgt. Diese könnten eine effizientere Nutzung des für die KI-Entwicklung benötigten Speicherplatzes ermöglichen./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0304 2026-03-30/22:33

Relevante Links: Century Aluminum Co., CrowdStrike Holdings Inc., Alcoa Inc., SYSCO Corporation, Marvell Technology Inc., Micron Technology Inc., Alphabet Inc.

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