ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Erholung - Gute Daten und Entspannung beim Öl
Der Dow Jones Industrial hat
sich am Mittwoch ein Stück weit von seinen Vortagesverlusten erholt.
Ein Grund dafür waren positive Nachrichten aus der
Dienstleistungsbranche: In dem Sektor hat sich die Stimmung im
Februar unerwartet verbessert. Zudem fiel der Unterindex für
bezahlte Preise überraschend und erreichte den niedrigsten Stand
seit fast einem Jahr. Ferner stabilisierten sich die Ölpreise nach
dem jüngsten Schub im Zuge des Iran-Krieges. Dies dämpfte die
jüngsten Inflationssorgen.
Der Leitindex Dow legte um 0,49 Prozent auf 48.739,41 Punkte zu. Der
marktbreite S&P 500 gewann 0,78 Prozent auf 6.869,50
Zähler. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq
100 ging es um 1,51 Prozent auf 25.093,68 Punkte nach
oben.
Die Anleger blickten weiter gen Nahost. Am fünften Tag des
Iran-Kriegs setzten die Konfliktparteien ihre Angriffe unvermindert
fort. Die israelische Armee startete nach eigenen Angaben eine neue
Angriffswelle und nahm Ziele der Führung in Teheran ins Visier. Der
Iran attackierte weiterhin Golfstaaten.
Derweil war in einem Zeitungsbericht vage über die Bereitschaft des
Iran zum Ende des Kriegs berichtet worden. Dies aber wurde laut
einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim durch den
Geheimdienst des Irans zurückgewiesen.
Der Marktstratege Louis Navellier von Navellier & Associates merkte
an, dass dieser Mittwoch ein Beispiel dafür sei, wie geopolitische
Risiken oft kurzfristige Kaufgelegenheiten böten. Dies könnte sich
zwar ändern, wenn sich der Iran-Konflikt verschärft, aber derzeit
"befinden wir uns in einem vorsichtigen Aufwärtstrend".
Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Moderna
an der Spitze des S&P 500 um rund 16 Prozent an. Das
Biotech-Unternehmen hatte sich bereiterklärt, dem Unternehmen
Genevant 950 Millionen US-Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit im
Zusammenhang mit der Liefertechnologie hinter seinem Covid-Impfstoff
beizulegen. Analysten zufolge fällt die Vergleichssumme niedriger
aus als befürchtet.
Zweitbester Wert im Index waren Coinbase mit plus
14,6 Prozent. Die Handelsplattform für Kryptowährungen profitierte
von dem deutlichen Anstieg des Bitcoins zur Wochenmitte. Dies zeugt
laut Timo Emden, Analyst bei Emden Research, von einer
bemerkenswerten Stabilität angesichts des andauernden
Nahostkonflikts. Am Markt herrsche derzeit das Prinzip Hoffnung,
dass die Konfliktparteien schon bald am Verhandlungstisch sitzen
könnten.
Im Kielwasser dessen setzten sich die Aktien von Strategy
mit einem Plus von gut zehn Prozent an die Spitze des
Nasdaq 100. Der ehemals unter dem Namen Microstrategy bekannte
Software-Hersteller agiert heute vor allem als
Bitcoin-Entwickungsunternemen.
Die Anteilsscheine von Ross Stores setzten ihre
zuletzt unterbrochene Rekordjagd fort und kletterten um acht Prozent
nach oben. Die Discounter-Kette hatte mit ihrem Gewinnausblick
überzeugt.
Für die Papiere von Webtoon Entertainment aber ging
es um mehr als neun Prozent abwärts. Die Comic-Plattform hatte mit
dem Umsatz im vierten Quartal enttäuscht./la/jha/