Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung
hat im vergangenen Jahr dank glänzend laufender
Geschäfte mit Halbleitern operativ deutlich mehr verdient. Das
operative Ergebnis in der Chipsparte sei um fast zwei Drittel auf
24,9 Billionen Won (rund 14,6 Milliarden Euro) gestiegen, teilte das
Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der detaillierten Zahlen
in Seoul mit. In dem Bereich mit Handys und Unterhaltungselektronik
- der gemessen am Umsatz, der größte des Unternehmens ist - legte
das operative Ergebnis lediglich leicht auf 12,9 Billionen Won zu.
Konzernweit zog der Gewinn im operativen Geschäft, wie bereits seit
Anfang Januar bekannt, um ein Drittel auf 43,6 Billionen Won an.
Dabei lief vor allem das Schlussquartal hervorragend. In den letzten
drei Monaten des vergangenen Jahres verdiente Samsung operativ rund
20 Billionen Won und damit so viel wie niemals zuvor. Der Umsatz zog
2025 um elf Prozent auf knapp 334 Billionen Won zu. An der Börse
kletterte die Samsung-Aktie nach Bekanntgabe der detaillierten
Zahlen zunächst auf das Rekordhoch von 168.200 Won, bevor es zu
Gewinnmitnahmen kam und der Kurs ins Minus drehte.
Samsung Electronics ist einer der führenden Produzenten für
Speicherchips weltweit: Zusammen mit dem heimischen Rivalen SK Hynix
und dem US-Konzern Micron dominiert Samsung den Markt
für DRAM-Chips. Zu Beginn des KI-Booms hinkte der südkoreanische
Konzern der technologischen Entwicklung hinterher. Zuletzt konnte
Samsung bei sogenannten HBM-Chips (High Bandwidth Memory), bei denen
mehrere DRAM-Chips gestapelt werden, aber aufholen.
Zuletzt überzeugte der Konzern laut Branchenexperten mit seinen
HBM4-Chips, also der jüngsten Generation der KI-Beschleuniger. Diese
Entwicklung spiegelte sich in den vergangenen Monaten auch am
Aktienmarkt wider. Seit Mitte vergangenen Jahres zog der Kurs der
Samsung-Aktie um knapp 170 Prozent an.
Mit dem Kursanstieg in diesem Jahr verringerten die Samsung-Papiere
ihren Performance-Rückstand zum KI-Vorreiter Nvidia
etwas. Zum Smartphone-Rivalen Apple konnte Samsung mit einer
Kursverdopplung in den vergangenen fünf Jahren sogar aufschließen.
Der Abstand zu Nvidia ist aber nach wie vor immens. Der Aktienkurs
des größten Profiteurs des Booms um die Künstliche Intelligenz zog
in den vergangenen fünf Jahren fast 1.400 Prozent an - hat sich also
fast verfünfzehnfacht. In puncto Marktkapitalisierung ist Samsung im
Vergleich zu den US-Technologieriesen weiter ein kleines Licht. Der
südkoreanische Konzern kommt nach dem jüngsten Kursanstieg auf
umgerechnet knapp 670 Milliarden Dollar (rund 560 Mrd Euro). Damit
kommen aktuell acht US-Technologietitel auf einen deutlich höheren
Börsenwert als Samsung. Mit 4,6 Billionen Dollar ist Nvidia derzeit
das weltweit wertvollste Unternehmen, rund 600 Milliarden Dollar vor
der Google-Mutter Alphabet . Auf Rang drei und vier
folgen Apple (3,8 Billionen) und Microsoft
(3,6 Billionen)./zb/nas/stk