WDH/Aktien New York: Zurückhaltung dominiert vor Fed-Zinsentscheidung
(überflüssiges Wort im ersten Satz entfernt)
NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed
haben die Anleger an den New Yorker Börsen Vorsicht walten lassen.
Anfängliche Euphorie im Technologiesektor flaute ab. Der marktbreite
S&P 500 , der zum Auftakt erstmals in seiner
Geschichte die Marke von 7.000 Punkten hinter sich gelassen hatte,
notierte eine halbe Stunde vor der Zinsmitteilung knapp im Minus bei
6.975 Punkten.
Auch im Nasdaq 100 schmolzen die Gewinne etwas ab.
Der technologielastige Auswahlindex stand zuletzt noch 0,37 Prozent
höher bei 26.036 Punkten. Der Leitindex Dow Jones Industrial
bewegte sich mit 49.021 Punkten wenige Zähler über
seinem Vortagesschluss. Spannend bleibt es am Mittwoch auch nach
Börsenschluss: Dann veröffentlichen die Tech-Schwergewichte
Microsoft , Meta und Tesla
ihre Quartalszahlen.
Marktbeobachter gehen bei der bevorstehenden Zinsentscheidung der
Notenbank davon aus, dass die Fed ihre Leitzinsen erst einmal nicht
weiter senken wird. Die Anleger interessiert vor allem der Konflikt
um die Unabhängigkeit der Notenbank. Zuletzt eskalierte dieser mit
der Einleitung rechtlicher Maßnahmen gegen Fed-Chef Jerome Powell,
dessen Amtszeit im Mai ausläuft. US-Präsident Donald Trump übt schon
seit längerer Zeit deutliche Kritik an der Geldpolitik der Fed und
will einen neuen Notenbankchef nominieren, der sich für
Leitzinssenkungen einsetzt.
Papiere von Halbleiter-Aktien waren zur Wochenmitte gefragt.
Überzeugende Geschäftszahlen und Prognosen von Texas Instruments
, vom niederländischen Chipindustrie-Ausrüster ASML
und vom südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix
gaben Auftrieb, wenngleich sich bei ASML Experten
Sorgen machen, ob der Halbleiterbranchen-Ausrüster seine Kapazitäten
schnell genug ausbauen kann, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Bei Texas Instruments belief sich das Kursplus auf
fast 10 Prozent. Der Konzern profitierte davon, dass sich die
Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen und Autos zu
erholen scheint. Micron setzten ihre steile
Rekordrally mit einem Plus von 5,5 Prozent fort. Für Intel
ging es um rund 11 Prozent hinauf.
Quartalszahlen veröffentlichten zudem der Telekomkonzern AT&T
, der Energietechnikkonzern GE Vernova
und der vor allem im Gesundheitsbereich tätige Konzern Danaher
. AT&T gewannen rund 5 Prozent, GE Vernova legten um
1,4 Prozent zu. Danaher hingegen rutschten um knapp 4 Prozent
ab./ajx/he