ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow steuert mit Rekord auf 50.000 Punkte zu
Die Jahresauftakt-Rally an den US-Börsen ist am
Dienstag weitergegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial
stieg den zweiten Handelstag in Folge auf ein
Rekordhoch. Das lag knapp über 49.500 Punkten, womit der Dow
zielstrebig auf die runde Marke von 50.000 Punkten zusteuert. Zur
Schlussglocke betrug der Aufschlag 0,99 Prozent auf 49.462,08
Zähler.
Investoren setzten im Dow auch auf solche Aktien, die zuletzt eher
hinterhergehinkt waren. Dazu zählten die Papiere des
Krankenversicherers UnitedHealth , des Farben- und
Lackherstellers Sherwin Williams , des
Software-Entwicklers Salesforce und der Baumarktkette
Home Depot . Nicht selten wechseln Anleger im neuen
Börsenjahr die Favoriten.
Auch der marktbreite S&P 500 schwang sich im späten
Handel zu einem Höchststand auf. Er schloss 0,62 Prozent höher bei
6.944,82 Punkten. Der Nasdaq 100 profitierte wie
schon am Vortag von den Kursgewinnen in der Halbleiterbranche,
angefacht von erfreulichen Prognosen von Microchip Technology. Für
den Technologieindex ging es um 0,94 Prozent aufwärts auf 25.639,71
Zähler. Eine Rekordmarke blieb dem Index aber versagt.
Im Technologiesektor sorgte Microchip Technology mit
einem höheren Umsatzziel für das dritte Geschäftsquartal für eine
positive Überraschung. Die Aktien des Halbleiterherstellers zogen um
fast 12 Prozent an. Experte Mark Lipacis vom Investmenthaus Evercore
ISI wies darauf hin, dass Microchip erst vor vier Wochen die Ziele
schon einmal erhöht hat.
Im Fahrwasser von Microchip gewannen auch Micron
Technology, NXP Semiconductor , Texas Instruments
und Analog Devices zwischen 5,6 und 10
Prozent.
Im Chipsektor wurde außerdem auf eine Rede des Nvidia
-Chefs Jensen Huang zur Eröffnung der Fachmesse CES in
Las Vegas hingewiesen. Dieser gab den Produktionsstart des nächsten
Chipsystems bekannt und sprach von einer großen Nachfrage. Die
Nvidia-Aktien stiegen zunächst um gut 2 Prozent, drehte dann aber
leicht ins Minus.
Anteilsscheine des Augenheilspezialisten Staar Surgical
litten stark unter einer geplatzten Übernahme. Die
schweizerische Alcon will Staar Surgical nun doch
nicht übernehmen, weil die Gegenwehr aus Aktionärskreisen von Staar
letztendlich zu groß war. Staar Surgical sackten um fast 7 Prozent
ab.
Nach Hochstufungen durch Analysten begehrt waren zwei Nebenwerte:
Papiere des klinischen Beratungsunternehmens Fortrea
stiegen um 5,5 Prozent nach einer Empfehlung von Evercore ISI. Mit
Blick auf das Jahr 2026 wird derweil die Bank JPMorgan optimistisch
für den Schiffbauer und Sportausrüster Brunswick ,
dessen Papiere um 10,6 Prozent zulegten./bek/nas