Dax und MDax: Weniger Frauen in den Vorständen
In den Chefetagen der neunzig größten
Unternehmen an der Frankfurter Börse hat die Gleichstellung im
vergangenen Jahr Rückschritte gemacht. Gegen den langjährigen Trend
ist der Frauenanteil in den Vorständen der in Dax
Große Unterschiede zwischen den Unternehmen
Im Dax sind demnach aktuell 25,5 Prozent der Vorstandsmitglieder
Frauen, 0,2 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Vier
Dax-Konzerne bilden mit einem Frauenanteil von jeweils über 50
Prozent im Vorstand die Ausnahme von der Regel: Beiersdorf
Zehnjähriger Trend endet
Im MDax sank der Anteil weiblicher Spitzenmanagerinnen um 0,4 Punkte auf 19,5 Prozent. Damit endete laut Russell Reynolds ein zehnjähriger Trend, währenddessen von Jahr zu Jahr kontinuierlich mehr Frauen in die Vorstände der großen börsennotierten Unternehmen eingezogen waren. Zudem leiten Vorständinnen der Analyse zufolge überdurchschnittlich häufig das Personalwesen - ohne Führung operativer Geschäftsbereiche.
Studienautor: Gleichstellung nicht erreicht
Abgesehen davon sind Deutschland und Schweden im Vergleich neun europäischer Länder demnach die einzigen Nationen, in denen es für Spitzenmanagerinnen rückwärtsging. An der Spitze liegt Norwegen mit einem Frauenanteil von deutlich über einem Drittel. Der Dax steht im Hinblick auf eine Frauenquote auf dem sechsten Platz, der MDax auf dem vorletzten vor Schusslicht Italien.
"Der internationale Vergleich, die Machtverteilung in den Vorständen sowie die kürzere Verweildauer von Frauen machen deutlich, dass eine strukturelle Gleichstellung in den deutschen Vorstandsetagen weiterhin nicht erreicht ist", sagte Studienautor Jens-Thomas Pietralla./cho/DP/zb
ISIN DE000A1DAHH0 DE0006599905 DE0005200000 DE000A0D9PT0
AXC0024 2026-01-02/05:53
Relevante Links: Beiersdorf AG, Merck KGaA, MTU Aero Engines AG, Brenntag SE, Siemens Healthineers AG