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Skylink: Anlegerschützer Rasinger will neue Gesichter sehen
Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger (im Bild) fordert für den vom Skylink-Debakel gebeutelten Flughafen Wien eine weitgehende personelle Rundumerneuerung von Vorstand und Aufsichtsrat, glaubt aber nicht, dass gerichtliche Untersuchungen besonders zielführend wären. Eigentlich habe man den Flughafen als Infrastrukturbetrieb gar nicht privatisieren sollen, meinte Rasinger am Mittwoch im Club der Wirtschaftspublizisten.
"Dummheit, Unfähigkeit und Überforderung sind keine Straftatbestände", die heimische Justiz zeichne sich in Wirtschaftscausen nicht durch besondere Schlagkraft und Schnelligkeit aus. Man würde damit den "Bock zum Gärtner machen", sagte Rasinger und verwies auf noch immer laufende Fälle wie Libro und Yline. Ausserdem dränge sich der Verdacht auf, dass man "selektiv Gerechtigkeit herstellen" wolle.
Das Management des Flughafens sei überfordert gewesen, ebenso wie der Aufsichtsrat. Dazu sei offenbar ein spezieller "vorauseilender Gehorsam" gekommen. Wenn Vorstände Dinge nicht verantworten könnten, müssten sie zurücktreten: "Man wird auch in Österreich zur Kenntnis nehmen müssen, dass es manchmal notwendig ist, ein Rückgrat zu entwicklen." Darüber hinaus gebe es "Hauptprofiteure" der Kostenexplosion, die in der Öffentlichkeit noch kaum thematisiert worden seien.
"Absurd" findet es Rasinger, dass erst jetzt die Bonifikation des Vorstandes - nämlich für das Jahr 2010 - thematisiert wird.
Grundsätzlich sei ein Flughafen ein Infrastrukturunternehmen, das sich von vorneherein wenig als privates Unternehmen eigne. Gleichzeitig gab der Präsident des Interessenverbandes der Anleger (IVA) zu Protokoll gab: "Wenn die Lufthansa daherkäme und den Flughafen übernehmen wollte, würde ich mir nur schwertun, Argumente dagegen zu finden."
Als Anlegervertreter fühlt sich der IVA-Chef gegenüber den Hauptaktionären, den Ländern Wien und Niederösterreich zurückgesetzt, - die Bundesländer Wien hielten den Bericht des Rechnungshofes (RH) bereits in Händen, die privaten Minderheitsaktionäre nicht. Das verstosse gegen die gebotene Gleichbehandlung der Aktionäre. (APA)
"Dummheit, Unfähigkeit und Überforderung sind keine Straftatbestände", die heimische Justiz zeichne sich in Wirtschaftscausen nicht durch besondere Schlagkraft und Schnelligkeit aus. Man würde damit den "Bock zum Gärtner machen", sagte Rasinger und verwies auf noch immer laufende Fälle wie Libro und Yline. Ausserdem dränge sich der Verdacht auf, dass man "selektiv Gerechtigkeit herstellen" wolle.
Das Management des Flughafens sei überfordert gewesen, ebenso wie der Aufsichtsrat. Dazu sei offenbar ein spezieller "vorauseilender Gehorsam" gekommen. Wenn Vorstände Dinge nicht verantworten könnten, müssten sie zurücktreten: "Man wird auch in Österreich zur Kenntnis nehmen müssen, dass es manchmal notwendig ist, ein Rückgrat zu entwicklen." Darüber hinaus gebe es "Hauptprofiteure" der Kostenexplosion, die in der Öffentlichkeit noch kaum thematisiert worden seien.
"Absurd" findet es Rasinger, dass erst jetzt die Bonifikation des Vorstandes - nämlich für das Jahr 2010 - thematisiert wird.
Grundsätzlich sei ein Flughafen ein Infrastrukturunternehmen, das sich von vorneherein wenig als privates Unternehmen eigne. Gleichzeitig gab der Präsident des Interessenverbandes der Anleger (IVA) zu Protokoll gab: "Wenn die Lufthansa daherkäme und den Flughafen übernehmen wollte, würde ich mir nur schwertun, Argumente dagegen zu finden."
Als Anlegervertreter fühlt sich der IVA-Chef gegenüber den Hauptaktionären, den Ländern Wien und Niederösterreich zurückgesetzt, - die Bundesländer Wien hielten den Bericht des Rechnungshofes (RH) bereits in Händen, die privaten Minderheitsaktionäre nicht. Das verstosse gegen die gebotene Gleichbehandlung der Aktionäre. (APA)
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