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Stabel: Morning News: US-Einzelhandel, Renault, GM, GS, Karstadt, IVG, Gildemeister, Software, IDS Scheer, Fraport, Air Berlin

Der Umsatz der US-Einzelhändler dürfte im Mai schwächer gestiegen sein als im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte prognostizieren auf Monatssicht einen Anstieg um 0,2%, nachdem im April ein Plus von 0,4% und im März ein kräftiger Zuwachs um 2,1% verzeichnet worden war.

Autos Der französische Autobauer Renault bekommt einen neuen Finanzchef. Dominique Thormann werde zum 1. Juli 2010 den bisherigen Amtsinhaber Thierry Moulonguet ersetzen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dieser werde als Berater von Konzernchef Carlos Ghosn weiter für Renault tätig sein. Chevy ist tot, es lebe Chevrolet: Der US- Autokonzern General Motors begräbt den Spitznamen für seine wichtigste Marke. In einem Rundschreiben an die Mitarbeiter rief das Management dazu auf, nur noch die offizielle Bezeichnung Chevrolet zu verwenden, selbst im Umgang mit Familie und Freunden. Chevy sei ausserhalb des Heimatmarkts kaum geläufig, was immer wieder zu Verwirrung führe, hiess es zur Begründung.

Banken Die unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank Goldman Sachs richtet sich auf eine längere Auseinandersetzung mit der Börsenaufsicht ein. Der für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Gary Cohn sieht noch keine Anzeichen für einen Vergleich mit der SEC. 'Es gibt keine Anhaltspunkte für irgendwas zu diesem Zeitpunkt', sagte Cohn am Donnerstag vor Reportern am Rande einer Konferenz in Montreal.

Einzelhandel Das Amtsgericht Essen hat seine Entscheidung über den Insolvenzplan der Kaufhauskette Karstadt auf Mitte Juli verschoben. Das Gericht wolle die Gespräche des neuen Karstadt- Eigners Nicolas Berggruen mit dem Karstadt-Vermieterkonsortium abwarten, so das Gericht. Zudem stehe die Genehmigung der Kartellbehörde über den Erwerb noch aus. Das Amtsgericht werde daher seine Entscheidung über die Annahme des Insolvenzplanes auf den 16. Juli vertagen.

Finanzdienstleister Der Immobilienkonzern IVG stellt sich darauf ein, das Airrail-Center am Frankfurter Flughafen nach seiner Fertigstellung für längere Zeit zu halten. Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Niesslein sagte, es gehe nicht darum, möglichst schnell Cashflow zu erzielen, sonder möglichst hohe Werte zu schaffen.

Industrie Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Gildemeister will über die Kooperation mit der japanischen Mori Seiki seinen Verbleib in der Gewinnzone sichern. "Die Zusammenarbeit verhilft uns 2010 zu Einsparungen von 15 Mio EUR; das ist ein wesentlicher Punkt, um in die schwarzen Zahlen zu kommen", sagte Vorstandsvorsitzender Rüdiger Kapitza dem "Handelsblatt".

Technologie In der IT-Branche wird wegen Verdachts auf Insiderhandel ermittelt: Bei der Übernahme des Software- und Beratungshauses IDS Scheer AG durch die Software AG vor einem Jahr ist es möglicherweise zur Unregelmässigkeiten gekommen.

Transport +Logistik Die Fraport AG hat im Mai mehr Passagiere und mehr Fracht als im Vorjahreszeitraum abgefertigt. Am Heimatflughafen in Frankfurt sei die Zahl der Fluggäste um 7,1% auf 4.761.086 gestiegen, teilte der Flughafenbetreiber am Freitag mit. Die Fracht kletterte sogar um 39,7% auf 204.332 t. Air Berlin will wegen der geplanten Flugabgabe in Deutschland die Ticketpreise anheben. Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft sieht sich gezwungen, die Abgabe auf die Preise weiterzugeben, wie Firmenchef Joachim Hunold am Donnerstag auf der Hauptversammlung sagte. Die Mehrkosten für Air Berlin bezifferte Hunold mit 180 bis 220 Millionen Euro.