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Wienerberger: Upgrade von Davy, aber Lafarge drückt auf die Stimmung

Für Wienerberger gibt es zum Wochenschluss ein Upgrade von Davy: Analyst Tim Cahill stuft den Titel von "Underperform" auf "Neutral" hoch und hebt die Schätzungen für 2010 an. Es sei an der Zeit, sich auf die längerfristigen Gewinne zu konzentrieren, sagt er.

In einigen Endmärkten von Wienerberger gab es zuletzt "Anzeichen von Leben", die Häusermärkte in UK und den USA sollten sich nicht noch weiter abschwächen, erwartet er.

Für 2008 erwartet Cahill einen Verlust (vor Sondereffekten) in Höhe von -10,3 Mio. Euro. Er empfiehlt Anlegern, bei Kursschwächen zuzugreifen. Ein konkretes Kursziel wird nicht angeführt.


Die Wienerberger-Aktie steht am Freitag aber stärker unter dem Eindruck der Lafarge-Zahlen. Sie gibt im Tagesverlauf an die 4% ab, kann sich aber wieder etwas erholen.

Händler verwiesen am Freitag auf enttäuschende Zahlen und einen schwachen Ausblick beim weltweit grössten Zementkonzern Lafarge. Der französische Branchenprimus erlitt im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von 45 Prozent und sieht für die Baustoffindustrie auch in den kommenden Monaten keine Entspannung. Der weltweite Zementumsatz werde angesichts der nachlassenden Bautätigkeiten dieses Jahr um vier bis acht Prozent fallen, so Lafarge.

Der schwache Ausblick drückte europaweit auf die Stimmung der Anleger in Baustofftitel. Der entsprechende Branchenindex im Euro-Stoxx-600 gab 0,41 Prozent ab, die grössten Verlierer in diesem Segment waren Ferrovial (minus 6,56 Prozent), Wienerberger (minus 4,33 Prozent) und Lafarge (minus 3,11 Prozent).

(red/APA)

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