, APA/dpa-AFX

Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,89 Prozent / Negatives internationales Umfeld - AT&S-Aktie etwas erholt

Die Wiener Börse ist am Freitag nach einem kurzen Erholungsversuch am Vormittag bis zu Mittag wieder deutlich ins Minus gerutscht. Der ATX hielt zuletzt mit einem Abschlag von 0,89 Prozent bei 6.453,75 Punkten. Auch an anderen Börsen ging es zu Mittag scharf nach unten.

Belastet wurden die Märkte zum Wochenschluss von tiefroten US-Vorgaben. Der US-Technologie-Auswahlindex Nasdaq-100 hatte am Donnerstag 6,4 Prozent verloren. Das war der größte Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020. Auch für den marktbreiten S&P-500 und den Dow Jones ging es stark nach unten. An Asiens Börsen setzte sich der Ausverkauf der KI-Werte am Freitag fort. Der japanische Nikkei-Index und der südkoreanische Kopsi verloren am Freitag jeweils rund 6 Prozent.

AT&S erholen sich etwas nach Kurseinbruch

Die größten ATX-Gewinner waren am Vormittag AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers konnten sich nach dem zweistelligen Kurseinbruch vom Vortag um 4,2 Prozent auf 114,20 Euro erholen. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktie in Reaktion auf die jüngste Ergebnisvorlage von 380 auf 220 Euro revidiert und ihre Empfehlung "buy" bestätigt. Auch an anderen Börsen Europa konnten sich Aktien mit KI-Fantasie trotz der desaströsen US-Vorgaben etwas erholen.

Die größten ATX-Verlierer waren zuletzt Verbund mit einem Minus von 3,8 Prozent auf 72,50 Euro. Der Stromkonzern hatte am Vortag einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gemeldet. Unter den weiteren großen Verlierern fanden sich Wienerberger mit einem Abschlag von 2,8 Prozent.

OMV-Aktien gaben um 2,3 Prozent nach. Auch an anderen europäischen Börsen fanden sich Ölwerte angesichts der jüngsten Korrektur der Rohölpreise unter den größten Kursverlierern. Der Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen hatte zur Wochenmitte einen massiven Preisrutsch am Ölmarkt ausgelöst.

mik/ger

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.