Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Gewinnmitnahmen nach Tech-Ausverkauf
Der starke Kursrutsch an den US-Aktienmärkten
prägt am Freitag auch das Geschehen im zuletzt rekordhohen Dax
. Weitere Gewinnmitnahmen dürften folgen. Knapp eine
Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als
Indikator für den deutschen Leitindex einen Abschlag von einem
Prozent auf 26.594 Punkte. Tags zuvor hatte der Dax mit 26.692
Punkten ein Rekordhoch erreicht, bevor die Schwäche an den US-Börsen
einsetzte und ihn letztlich ins Minus drückte.
In New York hatte der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100
am Donnerstag den stärksten Tagesverlust seit dem
Corona-Crash im März 2020 verzeichnet. Letztlich verlor er 6,4
Prozent. Für den Halbleiterindex SOX ging es sogar um mehr als 12
Prozent abwärts. Auch für den marktbreiten S&P 500
und den US-Leitindex Dow Jones Industrial war es ein
schwacher Tag.
"An der Wall Street ist genau das eingetreten, was Anleger seit
Monaten befürchten: dass sich das Klumpenrisiko aus wenigen
Tech-Schwergewichten rächt und die großen Indizes mit in die Tiefe
reißt, wenn sie einmal stärker fallen sollten", kommentierte
Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Angst vor einem
KI-Ausbaustopp durch die Demokraten trübt die Stimmung."
In Asien gaben die Indizes ebenfalls entsprechend klar nach,
besonders der japanische Nikkei 225
und der südkoreanische Kospi .
Quartalszahlen gab es von Daimler Truck . Die
Analysten von JPMorgan lobten die Entwicklung in Nordamerika: Die
Resultate dort seien dank Tarifrückerstattungen sowie höherer
Absatzzahlen und positiver Preisentwicklung sehr stark ausgefallen.
Die tags zuvor starken Aktien gaben auf Tradegate zuletzt um gut 1
Prozent nach im Vergleich zum Xetra-Schluss.
Die Ankündigung von Aktienrückkäufen treibt den Kurs von Freenet
an. Vorbörslich stiegen die Papiere des
Mobilfunkanbieter um 1,5 Prozent.
Munich Re und Hannover Rück gaben auf
Tradegate um bis zu 5 Prozent nach. JPMorgan hatte die Aktien der
beiden Rückversicherer abgestuft und bremste deren jüngste Rally
damit aus.
Für die Anteile des Autozulieferers Stabilus ging es
vorbörslich auf Tradegate um 4,5 Prozent bergab. Die neuen
mittelfristigen Ziele seien nun realistischer und auch besser als
erwartet, Abschreibungen und eine niedrigere Dividende wirkten aber
leicht negativ, hieß es am Markt./ajx/jha/