ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rally endet am Rekordhoch - US-Turbulenzen
Nach einem zwischenzeitlich erreichten
Rekordhoch des Dax
Gebremst von weiter abrutschenden KI-Werten und den
Rheinmetall-Aktien
Nachdem die Zwischenwahlen dem US-Präsidenten Donald Trump eine
herbe Schlappe einbrachten, hatte sich die Verkaufswelle bei
KI-Werten am Donnerstag in New York massiv beschleunigt. Anders als
am Vortag erfasste sie nun die ganze Nasdaq-Börse und auch den
US-Leitindex Dow Jones Industrial
"Auf die Wahleuphorie folgt die Ernüchterung", sagte dazu der Experte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Im Mittelpunkt stünden die Sorgen um die Zukunft des KI-Booms, da Anleger befürchteten, dass nach dem Wahlsieg der Demokraten strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten.
Laut den Experten von Index-Radar hatte der Dax zuletzt seine relative Stärke im Vergleich zu den US-Indizes weiter ausgebaut, weshalb der Dow als US-Konterpart zu einer Bestmarke auf Abstand geblieben sei. Die Experten halten die Situation in New York aber zunehmend für eine "Übertreibung auf der Unterseite" und betonten daher am Donnerstag den Bedarf, ein konsequentes Risikomanagement zu betreiben.
"Besonders KI-Aktien stehen unter Druck, während Kapital verstärkt
in defensivere Marktsegmente fließt", sagten die
Index-Radar-Experten weiter. Dies führte im Dax dazu, dass die
Aktien von Infineon
Für die größte Belastung im Dax sorgte aber Rheinmetall. Nachdem der
Rüstungskonzern am Vorabend nach Börsenschluss erneut die Prognose
senken musste, brach der Aktienkurs um 16 Prozent auf den
niedrigsten Stand seit Februar 2025 ein. Die Strategie der
Düsseldorfer sei nicht falsch, die bisherigen Ziele seien aber wohl
unrealistisch, schrieb JPMorgan-Experte David Perry. Im
Rüstungssektor gerieten nach Quartalszahlen auch die Aktien von Renk
Aus dem Dax berichteten viele weitere Unternehmen von ihren
vergangenen Quartalen. Größere Verluste von 2,8 Prozent erlitten die
Titel der Commerzbank
Die Aktionäre der Deutschen Telekom
Die Anteile des Chemiekonzerns Lanxess
Unter den weiteren Nebenwerten im MDax und SDax
Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0386 2026-11-05/18:05
Relevante Links: HelloFresh SE, Rheinmetall AG, Bechtle AG, T-Mobile US, Inc., Deutsche Telekom AG, RENK GROUP AG INH O.N., LANXESS AG, Siemens Energy AG, Infineon Technologies AG, Commerzbank AG, Hochtief AG