Europas wichtigste Aktienmärkte
haben am Donnerstag zugelegt. Damit hielt die positive Stimmung nach
den US-Kongresswahlen an. Anleger spekulieren darauf, dass der
deutliche Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen die
Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten beschleunigen
könnte. Das dämpfte Inflationssorgen und ließ die Renditen am
Anleihemarkt weiter nachgeben.
"Die veränderten politischen Mehrheitsverhältnisse könnten
umfangreiche neue Fiskalprogramme erschweren und damit den
Aufwärtsdruck auf die Renditen begrenzen", hieß es zudem vom
Anbieter von Handelsstrategien Index-Radar.
Der EuroStoxx 50 stieg am späten Vormittag um 0,53
Prozent auf 6.298,56 Punkte. Außerhalb des Euroraums tendierte der
Schweizer Leitindex SMI kam verändert. Der britische
FTSE 100 legte um 0,53 Prozent auf 10.886,53 Punkte
zu.
Stärkster Sektor waren die Rohstoffaktien. Hier setzten
ArcelorMittal mit einem Plus von vier Prozent ein
Ausrufezeichen. Der Stahlkonzern hatte mit den Zahlen zum dritten
Quartal die Erwartungen übertroffen.
Noch stärker stieg ein anderer französischer Standardwert: Air
France-KLM sprangen nach Quartalszahlen um knapp
zwölf Prozent nach oben. Die Analysten von JPMorgan sprachen von
einem deutlich besser als erwarteten Zahlenwerk, das die Aktie bis
Jahresende stützen dürfte.
Nicht ganz so spektakulär war die Reaktion der Aktie von Swiss Re
auf Zahlen. Vergleichsweise geringe Großschäden und
Zuwächse im Leben-Geschäft hatten dem Rückversicherer in den ersten
neun Monaten des Jahres einen Gewinnanstieg beschert. Der Wert
gewann 0,7 Prozent.
Unter den ansonsten unauffälligen Herstellern von Nahrungsmitteln
und Getränken verzeichneten Diageo mit einem Plus von
2,7 Prozent stärkere Aufschläge. Der zuletzt schwächelnde Schnaps-
und Guinness-Hersteller hatte im ersten Quartal seines
Geschäftsjahres überraschend mehr erlöst.
Deutlich im Minus lagen dagegen die Aktien von Moller-Maersk
. Analysten der AL Sydbank verwiesen auf das Ergebnis
zum dritten Quartal, das die Erwartungen verfehlt habe. Zudem bewegt
sich der neue Ausblick unter den durchschnittlichen Schätzungen von
Analysten. Der Wert sank um knapp sieben Prozent/mf/jha/