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ROUNDUP: Fraport sieht sich trotz Iran-Kriegs auf Kurs - Terminal 3 bewährt sich

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält trotz des Iran-Kriegs und der Kerosinpreis-Krise an seinen Erwartungen für 2026 fest. An Deutschlands größtem Airport dürfte die Zahl der Fluggäste in etwa auf dem Niveau der 63,2 Millionen aus dem Vorjahr verharren. Im Oktober zählte Fraport in Frankfurt etwa so viele Passagiere wie ein Jahr zuvor, in den ersten zehn Monaten waren es sogar 0,2 Prozent weniger, wie Fraport am Mittwoch mitteilte. Für die Aktie des Konzerns ging es trotzdem aufwärts.

Bis zur Mittagszeit gewann das Papier gut zwei Prozent auf 67,55 Euro und gehörte damit zu den stärkeren Titeln im MDax , dem Index der mittelgroßen Werte. Im Vergleich zum Jahreswechsel hat das Papier noch gut drei Prozent eingebüßt.

Luftfahrt-Aktien stehen seit Beginn des Iran-Kriegs allgemein unter Druck: Der stark gestiegene Ölpreis hat Kerosin deutlich teurer gemacht. Erste Fluggesellschaften haben Gläubigerschutz beantragt, viele dünnen ihre Flugpläne aus. Dies trifft auch Flughafenbetreiber wie Fraport.

Im dritten Quartal steigerte Fraport den Umsatz im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) wuchs nur dank eines Anteilsverkaufs um 0,4 Prozent auf 595 Millionen Euro, wie das Unternehmen bereits im Oktober mitgeteilt hatte. Der Überschuss ging um fast ein Viertel auf 263 Millionen Euro zurück.

Rückenwind bekommt der Konzern durch seine Flughäfen im Ausland: Dank der dortigen Zuwächse lag das Fluggastaufkommen in den ersten neun Monaten konzernweit erstmals über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Besonders erfolgreich sind dabei die in Griechenland übernommenen Flughäfen, deren Passagierzahl schon 28 Prozent oberhalb der Vorkrisenniveaus liegt. In der laufenden Woche werde man mit Kalamata auf dem Peloponnes den 15. Flughafen in dem EU-Land übernehmen, kündigte Fraport-Chef Stefan Schulte an.

Für das laufende Jahr erwartet der Manager weiterhin einen Anstieg des operativen Gewinns auf bis zu 1,5 Milliarden Euro. Der Überschuss dürfte jedoch auf 300 bis 400 Millionen Euro sinken. Nach Fertigstellung mehrerer Großprojekte drücken hier steigende Abschreibungen und Zinsbelastungen wie geplant das Ergebnis.

Erst im April hatte Fraport sein neues Passagierterminal 3 im Süden des Frankfurter Flughafens in Betrieb genommen. Die zusätzlichen Kapazitäten hätten zu einem verbesserten und pünktlicheren Betrieb auf dem gesamten Flughafen beigetragen, berichtete Schulte in einer Videokonferenz mit Journalisten. Hinzu kämen höhere Einnahmen aus Einzelhandel, Parkgebühren, Werbung und Vermietungen. Der Umzug von 57 Fluggesellschaften vom inzwischen geschlossenen Terminal 2 in das neue Gebäude habe reibungslos geklappt.

Weitere Effekte sollten sich ergeben, wenn zum kommenden Sommer wie geplant die Gesellschaft Condor ihre Abfertigung an das Terminal 3 verlegt, um dort ihr Drehkreuz zu betreiben. Hier könnten deutlich mehr Flugzeuge direkt am Gebäude abgefertigt werden, was zu einem höheren Komfort für die Passagiere führe. Ein derartiger Betrieb wäre auf Dauer im Terminal 1 nicht möglich gewesen, sagte Schulte. Am geschlossenen Terminal 2 dauern die Planungen für eine grundsätzliche Sanierung noch bis zu zwei Jahre an.

Für 2027 sei wichtig, dass die Airlines zusätzliche Interkontinentalflüge eingeplant hätten, sagte Schulte. Fraport will auch vom Einsatz neuer Großraumflugzeuge profitieren, die Lufthansa für 2027 angekündigt hat. Angesprochen auf die Wahlniederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen meinte der Fraport-Chef, dass sich möglicherweise die Reisebereitschaft einiger Kunden erhöhen könne./stw/ceb/tav/stk

 ISIN  DE0008232125  DE0005773303

AXC0256 2026-11-04/13:35

Relevante Links: Fraport AG, Deutsche Lufthansa AG

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