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Vonovia kritisiert erneut Vergesellschaftungspläne für Wohnungen

Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia hält die Vergesellschaftungspläne einer möglichen rot-grün-roten Regierungskoalition in Berlin weiterhin für untauglich bei der Bekämpfung der Wohnraumknappheit. Eine Vergesellschaftung schaffe keine einzige zusätzliche Wohnung, sagte Vonovia-Vorstandschef Luka Mucic bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Bochum. "Schon allein die Debatte darüber schwächt das Vertrauen in Eigentum, Investitionen und in den Standort Deutschland insgesamt."

Damit würden die Pläne der Linken auch den Wohlstand gefährden. Er verwies auf Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Dieser habe im Oktober auf dem Investitionsgipfel der Bundesregierung gesagt, dass der Schutz des Eigentums und das Vertrauen in den funktionierenden Markt das Fundament der marktwirtschaftlichen Ordnung seien.

"Mehr bauen und investieren"

"Mit den richtigen Standortbedingungen und privaten Investitionen können wir, da bin ich ganz zuversichtlich, auch die Probleme lösen, die die Debatte über Vergesellschaftung überhaupt erst ausgelöst haben", sagte Mucic weiter. In Deutschland fehlten rund 1,4 Millionen Wohnungen. "Viele Menschen suchen verzweifelt ein Zuhause und dieses Problem ist in der Tat echt. Aber dagegen hilft nur: Wir müssen mehr bauen und investieren."

In Berlin biete Vonovia Wohnungen für durchschnittlich 8,40 Euro pro Quadratmeter an. "Unsere Mieter in Berlin zahlen damit im Schnitt nur knapp über 500 Euro Kaltmiete. Auch bei einer Neuvermietung sind es durchschnittlich rund 670 Euro." Eine Vergesellschaftung verursache nicht nur hohe Kosten für die Übernahme der Wohnungen, denn danach müssen die Bestände auch dauerhaft instand gehalten und modernisiert werden. "Dafür braucht es Kapital, Personal und Erfahrung."

Vonovia ist Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern. Das Dax -Unternehmen besitzt allein in Berlin zusammen mit der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen gut 130.000 Wohnungen.

Kampf gegen "Mietabzocke"

In einem Sondierungspapier vor den inzwischen begonnenen Koalitionsverhandlungen hatten die Parteien Linke, Grüne und SPD unter anderem vereinbart, im Kampf gegen "Mietabzocke" etwa 160.000 Wohnungen aus dem Besitz von fünf Konzernen zu vergesellschaften. Eine solche Überführung in Gemeineigentum gegen Entschädigung, die im Grundgesetz vorgesehen ist, wäre in Deutschland bislang einmalig. Wirtschaftsverbände machen Front gegen die Pläne. Die schwarz-rote Bundesregierung will sie mit einem Gesetz stoppen./tob/DP/mis

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AXC0126 2026-11-04/08:30

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