Höhere Zinsen erschweren Immobilienverkäufe für Vonovia
Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern
Vonovia
"Die Nachfrage nach bezahlbaren und modernisierten Wohnungen ist unverändert hoch", sagte Unternehmenschef Luka Mucic laut Mitteilung. Für die Vertriebssegmente bleibe das Umfeld jedoch schwierig. Höhere Finanzierungskosten bremsten den Fortschritt bei den Verkäufen. Das wirke sich natürlich auch auf die Ergebnisse in diesen Segmenten aus.
In den ersten neun Monaten habe Vonovia Immobilien im Wert von rund 900 Millionen Euro verkauft, teilte der Konzern weiter mit. Die Bedingungen für Finanzierungen hätten sich seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten deutlich verschlechtert und seit Anfang September seien die Zinsen nochmals spürbar gestiegen. Marktteilnehmer blieben deshalb beim Kauf von Immobilien zurückhaltend und Verkaufsprozesse würden entsprechend länger dauern.
Vonovia gehörten Ende September 527.488 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Das waren gut 5.000 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.
Derweil profitiert Vonovia weiterhin wie alle Vermieter von einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die monatliche Miete stieg in den ersten neun Monaten bis Ende September im Jahresvergleich auf im Schnitt 8,57 Euro pro Quadratmeter. Das waren 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Mieten betrugen in Deutschland im Schnitt 8,41 Euro pro Quadratmeter - ein Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Vonovia hatte bereits vor einer Woche Eckdaten vorgelegt und sich wegen der gestiegenen Zinsen für das laufende Jahr und 2028 vorsichtiger gezeigt. Zudem hatte der Konzern einen ersten Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Die Zahlen und Prognosen bestätigten die Bochumer nun.
Derweil will Finanzchef Philip Grosse seinen Ende 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dieser habe den Aufsichtsrat über seine Entscheidung informiert, wie Vonovia weiter mitteilte. Mit seiner frühzeitigen Entscheidung schaffe er ausreichend Zeit, die Nachfolge zu regeln. Vonovia sei zuversichtlich, in Kürze eine Nachfolge bekanntzugeben./mne/gl/he
ISIN DE000A1ML7J1
AXC0090 2026-11-04/07:08
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