Pressestimme: 'Handelsblatt' zu den Reservekraftwerken für RWE und LEAG
'Handelsblatt' zu den Reservekraftwerken für RWE und LEAG
Die Bundesnetzagentur lobt, die Nutzung alter Standorte sei besonders kostengünstig, weil man auf vorhandene Infrastruktur zurückgreifen könne. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wer die alte Infrastruktur nutzt, kann nicht die effizienteste Gaskraftwerkstechnologie einsetzen. Das treibt die Kosten. Umrüstungen sind im Bau günstiger als ein Neubau, bei der Stromproduktion jedoch teurer. Aber die Not verdeckt diese Schwächen im Moment noch. Die Erleichterung darüber, dass man nun endlich ein Ergebnis hat, ist zu groß. Die Zeit drängt, die Reservekraftwerke kommen keine Sekunde zu früh. Was die Sache für die Politik recht komfortabel macht: Die Rechnung wird den Stromkunden erst ab 2031 präsentiert. Dann soll die neue Umlage erhoben werden, über deren Höhe man schon mal spekulieren darf. Allein die jetzt abgeschlossene Auktion wird über die gesamte Förderlaufzeit von 15 Jahren rund zwölf Milliarden Euro kosten. Weitere Auktionen werden folgen./DP/zb
AXC0036 2026-11-04/05:35