Devisen: Eurokurs bewegt sich kaum
Der Kurs des Euro
In den vergangenen Handelstagen hatte sich der Euro noch erholt, nachdem er in der vergangenen Woche bis auf 1,1105 Dollar gefallen war und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Der Handel verlief ohne größere Impulse. Die Märkte schauen auf die Zwischenwahlen in den USA. Millionen Menschen sind bei den Parlamentswahlen aufgerufen, über die Zusammensetzung von Repräsentantenhaus und Senat zu entscheiden. Besser als erwartet ausgefallene Zahlen zu den Auftragseingängen in der US-Industrie im September bewegten den Devisenmarkt kaum.
Zu den Kursverlierern am Devisenmarkt zählte der Australische Dollar. Der stand zu allen anderen wichtigen Währungen unter Druck, obwohl die Notenbank des Landes am frühen Morgen den Leitzins angehoben hatte, und zwar auf 4,85 Prozent von zuvor 4,60 Prozent. Am Markt war der Zinsschritt erwartet worden.
Devisenexperte Norman Liebke von der Commerzbank verwies auf das Stimmenverhältnis der australischen Währungshüter bei der Zinsentscheidung. Die Erhöhung sei nur mit sechs zu drei Stimmen beschlossen worden. Dies unterstreicht "die zunehmende Zurückhaltung innerhalb des Boards". Es zeige auch, dass die Hürde für eine weitere Zinserhöhung recht hoch sein dürfte, sagte Liebke.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83358 (0,83580) britische Pfund, 176,95 (177,10) japanische Yen und 0,9166 (0,9193) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 3.936 Dollar. Das waren rund 10 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
ISIN EU0009652759
AXC0322 2026-11-03/17:16