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Wiener Börse startet tiefer - ATX minus 0,5 Prozent / Steigende Ölpreise und schwache Techvorgaben belasten - RBI nach Zahlen mit Abgaben

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Nachdem die Wiener Börse gestern gut behauptet aus dem Tag gegangen ist, ging es am Dienstagvormittag hinunter. Belastet werden die Börsen von schwachen Vorgaben aus den USA und Asien. Auf die Laune drücken einmal mehr Techwerte und ein wieder steigender Ölpreis. Der Leitindex ATX lag zuletzt mit minus 0,48 Prozent bei 6.399,59 Punkten. Der breitere ATX Prime gab 0,51 Prozent auf 3.144,18 Einheiten nach. Ähnlich sieht es an den europäischen Börsen aus.

Druck kommt heute von wieder steigenden Ölpreisen nach neuen Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent für Rohöl aus der Nordsee mit Lieferung im Jänner wurde zuletzt bei 106,80 US-Dollar gehandelt und damit etwa 1,9 Prozent höher als am Montag. Zu Wochenbeginn hatte der Brent-Preis knapp acht Prozent nachgegeben.

Die Anleger warten zudem hauptsächlich auf den Ausgang der heutigen US-Kongresswahlen. Bei den sogenannten "Midterms" geht es um die künftigen Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Ergebnisse werden aber erst am Mittwoch erwartet. Interessant könnte werden, wie US-Präsident Donald Trump auf eine vor allem knappe Niederlage reagieren wird.

In Österreich hat heute die Raiffeisen Bank International (RBI) bekanntgegeben, den Gewinn nach neun Monaten um zehn Prozent auf 1,1 Mrd. Euro gesteigert zu haben. Außerdem sei die Übernahme der rumänischen Garanti Bank abgeschlossen worden. RBI lagen bei minus 0,5 Prozent auf 56,10 Euro.

Auch die anderen schwergewichteten Bankenwerte fanden sich im Verlustbereich. BAWAG gaben 0,6 Prozent, Erste 1,3 Prozent ab.

Im ATX fand sich die Mehrzahl der Werte im Verlustbereich. An der Spitze standen mit Verbund mit plus 1,4 Prozent und EVN mit 1,3 Prozent zwei Stromversorger. Den ATX-Schluss bildeten Do&Co mit Abgaben von 1,9 Prozent. OMV profitierten mit minus 0,6 Prozent noch nicht von den steigenden Ölpreisen. Die internationale Techschwäche ließen AT&S um 0,3 Prozent fallen.

Der Motorradhersteller Bajaj Mobility hat im dritten Quartal 2026 Umsatz und Profitabilität gesteigert. Der Konzernumsatz kletterte um 57,0 Prozent auf 351,1 Mio. Euro, womit nach neun Monaten 1 Mrd. Euro überschritten wurde. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 11,3 Mio. Euro, nach bereinigten minus 71 Mio. Euro im Vorjahresquartal, wie die KTM-Mutter am Dienstag mitteilte. Bajaj fanden sich im ATX Prime-Segment um 6,9 Prozent tiefer auf 35,60 Euro.

moe/ger

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