Die Lufthansa hat die stark
gestiegenen Kerosinpreise dank teurerer Tickets und guter Geschäfte
mit Wartung und Fracht gut weggesteckt. Obwohl die Ausgaben für
Treibstoff um mehr als eine halbe Milliarde Euro stiegen, verdiente
der Luftverkehrskonzern im dritten Quartal unter dem Strich mit
knapp 1,3 Milliarden Euro 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu
trugen auch Sondereffekte bei, wie die Fluglinie am Dienstag
mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn
(bereinigtes Ebit) legte immerhin um sechs Prozent auf gut 1,4
Milliarden Euro zu und übertraf damit die durchschnittlichen
Erwartungen von Analysten.
Für das laufende Jahr erwartet Vorstandschef Carsten Spohr jetzt
jedoch noch deutlich höhere Ausgaben für Kerosin. Insgesamt dürfte
die Treibstoffrechnung auf 9,3 Milliarden Euro klettern. Das sind
600 Millionen Euro mehr als noch im Sommer angekündigt./stw/stk