Wiener Börse (Nachmittag) - ATX leicht im Plus, Warten auf Midterms / ATX legt 0,2 Prozent zu - Wenig Bewegung vor US-Kongresswahlen - Ölpreisrückgang stützt Märkte
Die Wiener Börse ist am Montag mit moderaten Gewinnen in die Woche gestartet. Der ATX hielt gegen 15.20 Uhr mit einem Plus von 0,24 Prozent bei 6.435,15 Punkten. Andere Börsen in Europa zeigten sich zum Wochenstart nur wenig bewegt. Viele Marktteilnehmer dürften derzeit den Ausgang der US-Kongresswahlen am Dienstag abwarten. Unterstützt wurden die Märkte von einem deutlichen Ölpreisrückgang.
Im Verlauf kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent am Terminmarkt knapp 109 US-Dollar und damit rund 4 Prozent weniger als am Freitag. Grund dafür ist ein Medienbericht über die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran, die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpften.
Bauwerte gesucht, OMV schwach
Gut gesucht waren in Wien Aktien aus der Baubranche. So lagen Strabag und Wienerberger mit Gewinnen von 3,0 bzw. 2,7 Prozent ganz oben im ATX. CA Immo stiegen um 2,6 Prozent. AT&S konnten sich mit einem Plus von 2,7 Prozent etwas vom Kurseinbruch von Freitag erholen. Auch an anderen Börsen stabilisierten sich Aktien aus der Halbleiterbranche nach den starken Verlusten vom Wochenschluss. Die einzigen deutlichen Verlierer im ATX waren OMV mit einem Minus von 3,0 Prozent. Aktien aus der Ölbranche gaben vor dem Hintergrund der Ölpreiskorrektur europaweit nach.
Erste Group trotz Analystenempfehlungen leicht im Minus
Aktien der Erste Group fielen trotz neuer Kaufempfehlungen um 0,3 Prozent auf 108,20 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank und von Barclays haben ihre Empfehlungen für die Titel in Reaktion auf die vergangene Woche gemeldeten Quartalszahlen bestätigt. Die Barclays-Experten haben gleichzeitig ihr Kursziel leicht von 136 auf 137 Euro erhöht. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel von 131 Euro unverändert belassen.
Palfinger notierten nach einer neuen Analystenempfehlung unverändert zum Vortag bei 27,65 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für den heimischen Kran-Spezialisten nach den Neunmonatszahlen von 41,0 auf 39,0 Euro gesenkt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analyst Lars Vom-Cleff beibehalten.
Abseits des prime market gab es Nachrichten zum Übernahmeangebot für Steyr Motors. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des oberösterreichischen Motorenherstellers empfehlen den Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots der US-amerikanischen Red Cat. Man halte den angebotenen Preis von 39,00 Euro je Aktie in bar für fair und attraktiv, teilte das Unternehmen am Montag mit. An der Wiener Börse legten Steyr-Aktien am Nachmittag 1,6 Prozent auf 35,94 Euro zu.
Apple-Zahlen und Midterms mit Spannung erwartet
Impulse für die Börsen könnte jetzt der ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA am Nachmittag bringen. "Regionale Fed-Umfragen deuten auf eine wenig veränderte Stimmung hin", erwarten die Analysten der Helaba. Mit Spannung werden an den Börsen auch die am Abend anstehenden Apple-Quartalszahlen und der Ausgang der US-Kongresswahlen am Dienstag. Bei den sogenannten "Midterms" geht es um die künftigen Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Sollten die Republikaner ihre Mehrheit nicht verteidigen können, stelle sich die Frage, ob US-Präsident Donald Trump diese Niederlage akzeptieren wird, schreiben die Helaba-Experten.
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