IG Metall weitet Warnstreiks deutlich aus
Die IG Metall hat für heute zu umfassenden
Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie aufgerufen. Im
Bezirk Mitte mit Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen
sind rund 60 Aktionen in 37 Betrieben geplant, wie die Gewerkschaft
in Frankfurt mitteilt. Erste Proteste hatte es bereits in der Nacht
zum Sonntag bei Thyssenkrupp
Schwerpunkte sind am Montag Koblenz mit einem Sternmarsch, der
Opel-Standort Kaiserslautern und Betriebe im Frankfurter Umland wie
der zum Schaeffler-Konzern gehörende Autozulieferer Vitesco
Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallerzeugung.
Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 5 Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.
Das 'Minus-Angebot' verschärfe den Tarifkonflikt, kritisiert Bezirkschef und Verhandlungsführer Jörg Köhlinger. "Was die Arbeitgeber auf den Tisch gelegt haben, sichert nicht einmal die Kaufkraft. Die Beschäftigten verlieren Geld, sollten sich die Arbeitgeber durchsetzen. Das werden wir verhindern."/ceb/DP/zb
ISIN DE0007500001 GB00B63H8491 US7427181091 DE000SHA0100 DE000DTR0CK8
AXC0025 2026-11-02/06:12
Relevante Links: ThyssenKrupp AG, Daimler Truck Holding AG, SCHAEFFLER AG INH. O.N., Rolls-Royce Holdings plc, Procter & Gamble Company