Zwei neue Prozesse zum Dieselskandal bei Volkswagen
Zur Aufarbeitung der Dieselaffäre bei
Volkswagen beginnen im November zwei weitere
Strafprozesse gegen insgesamt zehn Angeklagte. Am Landgericht
Braunschweig startet am Montag (10.00 Uhr) ein Verfahren gegen drei
ehemalige Führungskräfte des Konzerns. Im mittlerweile vierten
größeren Betrugsprozess wird ihnen unter anderem vorgeworfen, die
illegale Abschalteinrichtung mitentwickelt beziehungsweise nicht
gegen die Weiterentwicklung der Software eingeschritten zu sein.
Der VW -Skandal kam im September 2015 ans Licht, als
US-Behörden nachwiesen, dass Dieselfahrzeuge mit einer Software
manipuliert waren. Diese erkannte Testsituationen und reduzierte die
Stickoxid-Emissionen, im Alltagsbetrieb blieben sie aber deutlich
höher. Der Skandal kostete dem damaligen VW-Boss Martin Winterkorn
das Amt und den Autobauer Milliarden. Betroffen waren weltweit
mehrere Millionen Fahrzeuge.
Am 24. November schließt sich das fünfte Verfahren in Braunschweig
an, in dem gegen sieben ehemalige Führungskräfte und Mitarbeiter des
Konzerns verhandelt wird. Für beide Verfahren sind jeweils 150
Verhandlungstage bis Ende 2028 geplant./bch/DP/men