Grünen-Fraktionsvorsitzende Dröge fordert Merz zum Dialog mit Jugendlichen auf
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge versteht den Ärger junger Menschen in Deutschland und fordert mehr Aufmerksamkeit für ihre Kritik. "Junge Menschen sind zu Recht wütend, weil die Bundesregierung ihre Anliegen nicht ernst genug nimmt und ihnen Antworten darauf schuldig bleibt, wie sie ihre Zukunft gestalten können", sagte Dröge der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Für diesen Samstag sind Jugendproteste in mehr als 30 deutschen Städten geplant.
Dröge: Merz sollte Jugendorganisationen treffen
Kanzler Friedrich Merz (CDU) solle die Vertreter von Jugendorganisationen zum Dialog ins Kanzleramt einladen, verlangte Dröge. "Der Bundeskanzler sollte der Kritik junger Menschen zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen." CDU und SPD betrieben eine jugendfeindliche Politik und müssten den Kurs wechseln, verlangte Dröge.
"Denn die Schulen in Deutschland zerbröseln, weil zu wenig in Bildung investiert wird. Die Klimakrise eskaliert, und die Bundesregierung verschärft das Problem auch noch, indem sie Klimaschutzgesetze kaputt macht", beklagte die Grünen-Politikerin. "Miete und Lebensmittel werden immer teurer, und die Regierung kürzt zuallererst bei Familien."
Grüne wollen mehr Geld vom Bund für Bildung
Die Grünen im Bundestag forderten ein Programm, mit dem der Bund jährlich in die Modernisierung von Schulen und mehr Chancengerechtigkeit investiere, erklärte Dröge. Das schaffe bei Ländern und Kommunen auch mehr Ressourcen für Personal wie Schulpsychologen.
Bei der geplanten Bafög-Reform müsste die Entwicklung der Mieten berücksichtigt und die Wohnpauschale angemessen erhöht werden, verlangte Dröge. Die Bundesregierung solle Geld durch den Stopp klimaschädlicher Investitionen und Ausgaben für Gas schaffen.
"Dass Jugendliche ihre Empörung über die zukunftsfeindliche Politik der Bundesregierung zum Ausdruck bringen wollen, ist ihr gutes Recht, und friedliche Proteste sind in einer Demokratie wichtig", betonte Dröge. Gewalt sei dabei inakzeptabel und müsse von den Organisatoren verhindert werden./hrz/DP/zb
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