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Wiener Börse - ATX beendet schwächsten Monat seit März 2023 / Leitindex verliert am Freitag 0,9 Prozent - Erste Group nach Zahlen im Plus - AT&S brechen nach Intel-Zahlen wieder ein

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Steigende Öl- und Gaspreise und schwache Vorgaben der internationalen Technologiewerte haben die Wiener Börse am Freitag belastet. Auch gut aufgenommene Quartalszahlen des größten ATX-Unternehmens konnten das nicht ausgleichen. Somit fiel der österreichische Leitindex um 0,86 Prozent auf 6.420,03 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,80 Prozent auf 3.152,39 Zähler hinab. Das europäische Umfeld entwickelte sich uneinheitlich.

Auf Wochensicht konnte sich der ATX mit plus 2,4 Prozent etwas von der schwachen Vorwoche erholen. Die Monatsbilanz für den Oktober bleibt jedoch mit einem Verlust von 6,3 Prozent tiefrot, wobei der Leitindex den schlechtesten Monat seit März 2023 erlitt. In der Korrekturbewegung seit dem Rekordhoch von Ende September würden sich zumindest aus charttechnischer Sicht die Anzeichen einer Bodenbildung des Leitindex mehren, schreiben die Analysten der Erste Group.

Konjunkturseitig richteten sich die Blicke nach den geldpolitischen Entscheidungen in den Vortagen nun auf europäische Wachstums- und Inflationszahlen. So hat sich die Wirtschaft der Eurozone in den Sommermonaten überraschend robust entwickelt. Jedoch stiegen auch die Inflationsraten in mehreren Euroländern unerwartet deutlich an.

Die Aktien der Erste Group trotzten einem schwächeren europäischen Branchentrend und gewannen 0,9 Prozent. Damit konnten sich die Titel etwas weiter von dem vergangene Woche erreichten Mehrmonatstief absetzen. Die Bank hatte mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und zudem für das Geschäft exklusive Polen den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht.

So lag der Nettogewinn von 1,121 Mrd. Euro im Drittquartal vier Prozent über der selbst erhobenen Konsensschätzung. Grund war vor allem das starke Zinsgeschäft. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozent, die Zinsmarge verbesserte sich. Die Risikokosten lagen im Rahmen der Erwartungen.

Barclays-Analyst Krishnendra Dubey sprach in einer ersten Reaktion von einem "soliden" Quartal mit einem starken operativen Ergebnis. Äußerungen des Managements in der Analystenkonferenz würden auf das Erreichen der oberen Enden mehrerer der für 2026 gesetzten Zielspannen hindeuten.

Dagegen sackten AT&S-Aktien 13,3 Prozent ab. Enttäuschende Quartalszahlen aus der US-Techbranche, darunter auch dem AT&S-Kunden Intel, schürten am Markt einmal mehr Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms.

OMV kletterten um weitere drei Prozent auf 76,15 Euro und markierten ein neues Rekordhoch. Neben den steigenden Energiepreisen stützen hier auch neue Analystenreaktionen auf die am Vortag vorgelegten Zahlen. Die kanadische Bank RBC erhöhte ihr Kursziel von 70 auf 75 Euro, beließ die Empfehlung jedoch auf "Sector Perform". Die Schweizer UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung bei einem leicht angehobenen Ziel von 79 Euro.

Do&Co stiegen um ein Prozent auf 208,50 Euro. Hier nahm die UBS die Coverage mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 230 Euro auf. Do&Co sei der beste Betreiber im Premiumcatering und weise ein deutlich verbessertes finanzielles Profil auf, schrieb Analyst Olivier Calvet.

spa/mik

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