Deutsche Anleihen: Leicht gestiegen - Deutsche Inflation gesunken
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am
Freitag etwas zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Verbraucherpreisdaten aus Deutschland stützten den Anleihemarkt ein wenig. Die Inflation im Oktober war stärker gesunken als erwartet. "Dass die Inflation unter die Marke von 3 Prozent fällt, liegt vor allem am Tankrabatt", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Doch für eine Entwarnung sei es zu früh. Die massiv gestiegenen Energiepreise dürften schrittweise andere Güter und Dienstleistungen verteuern.
Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Bank zeigt sich hingegen zuversichtlicher für die weitere Preisentwicklung: "Für die EZB werden die heutigen deutschen Inflationsdaten die 'Tauben' bestärken, da die Zahlen zeigen, dass noch immer keine indirekten oder Zweitrundeneffekte in Sicht sind", heißt es in einem Kommentar. "Bleibt diese Situation unverändert, ist selbst eine Zinserhöhung im Dezember möglicherweise noch nicht beschlossene Sache." Die EZB hatte am Donnerstag den Leitzins nicht angetastet. Allerdings gehen viele Ökonomen weiterhin von einer Erhöhung im Dezember aus.
Gegen den Trend in der Eurozone sind die französischen Renditen gestiegen. Die Wirtschaft Frankreichs hat sich in den Sommermonaten überraschend schwach gezeigt und damit die Konjunkturflaute seit Beginn des Jahres fortgesetzt. Grund für die Konjunkturschwäche in den Sommermonaten waren ein anhaltender Rückgang der Investitionen und rückläufige Exporten. Frankreich steht wegen der angespannten Lage des Staatshaushalts und gewalttätiger Proteste gegen Sparbemühungen der Regierung im Fokus der Finanzmärkte. Zuletzt waren die Renditen für französische Staatsanleihen stark gestiegen und hatten langjährige Höchststände erreicht./jsl/he
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AXC0262 2026-10-30/17:37